AUD/USD erholt sich am Donnerstag im Bereich von 0,7110, nachdem das Paar in den vergangenen Sitzungen aufgrund von Wetten auf eine hawkische Federal Reserve (Fed) Verluste hinnehmen musste. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels legt das Paar um mehr als 0,40% zu, doch die Erholung hat wenig mit Australien zu tun.
Die Bewegung folgt auf die Entscheidung der Fed vom Vortag, den Leitzins um einen Viertelprozentpunkt auf eine Spanne von 3,75% bis 4,00% anzuheben – die erste Erhöhung seit 2023. Der Beschluss fiel einstimmig, und Vorsitzender Kevin Warsh deutete an, dass vor Jahresende noch eine weitere Anhebung folgen könnte, und warnte, die Inflation sei "zu hoch und das schon seit zu langer Zeit". Eine solche Botschaft würde den US-Dollar normalerweise stützen.
Doch der Greenback hat sich eher abgeschwächt als gefestigt, und ein Teil des Grundes ist politischer Natur. Stunden nach der Zinserhöhung forderte US-Präsident Donald Trump die Fed auf, die Zinsen auf "1% oder weniger" zu senken, und schrieb, die Kreditkosten sollten "schnell" sinken. Er sagte, er unterstütze Warsh weiterhin, machte aber deutlich, dass er keinen Grund für höhere Zinsen sehe. Der offene Konflikt zwischen dem Weißen Haus und der Zentralbank hat dem Zinsvorteil des Dollars etwas von seinem Glanz genommen.
Die Wall Street zeigt sich am Donnerstag stabiler, wobei der S&P 500 leicht zulegt und der Nasdaq steigt, da Warshs Entschlossenheit im Kampf gegen die Inflation die Anleger nach den kräftigen Verkäufen vom Vortag beruhigt. Eine bessere Risikobereitschaft kommt in der Regel dem Aussie zugute.
Eine kräftige Rallye bei Gold, das über 4.360 USD je Feinunze gestiegen ist, sorgt zusätzlich für Unterstützung, da festere Metallpreise rohstoffgebundene Währungen wie den australischen Dollar stützen.
Ein weiterer Punkt: Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe fielen in der vergangenen Woche auf 196K und lagen damit unter den erwarteten 208K, was auf einen weiterhin angespannten Arbeitsmarkt hindeutet und die hawkische Haltung der Fed stützt.
Auf dem 4-Stunden-Chart notiert AUD/USD bei 0,7120 und behält damit kurzfristig einen rückläufigen Bias bei, da das Paar sowohl unter dem 20-Perioden Simple Moving Average (SMA) bei 0,7123 als auch unter dem 100-Perioden-SMA bei 0,7173 bleibt. Das Paar versucht sich nach den jüngsten Verlusten zu stabilisieren, doch die Position des Kurses unter diesen wichtigen Durchschnitten deutet darauf hin, dass Erholungen begrenzt bleiben, während der Relative Strength Index (RSI) nahe 44 auf ein moderates statt aggressives Abwärtsmomentum hindeutet.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand beim 20-Perioden-SMA bei 0,7123, gefolgt von der horizontalen Barriere bei 0,7127, mit einer stärkeren Begrenzung beim 100-Perioden-SMA nahe 0,7173. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung bei 0,7118, vor dem vorherigen Boden bei 0,7106, während ein tieferer Rückgang den nächsten Unterstützungsbereich um 0,7092 freilegen würde.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)