Das Währungspaar GBP/USD erholt sich moderat von seinem niedrigsten Stand seit dem 30. Juli, um den Bereich von 1,3375-1,3370, der am frühen Donnerstag erreicht wurde, und scheint vorerst eine dreitägige Verlustserie beendet zu haben. Die Kassakurse können jedoch nicht über die Marke von 1,3400 hinaus an Momentum gewinnen, da sich die Händler vor dem geldpolitischen Update der Bank of England (BoE) zurückhaltend zeigen.
Die britische Zentralbank wird ihre Entscheidung im Laufe des Tages bekannt geben und dürfte die Zinssätze weithin erwartet unverändert lassen, sodass der Fokus auf der Stimmenverteilung im MPC und dem Forward Guidance liegen wird. Marktteilnehmer preisen derzeit angesichts von Inflationsrisiken durch höhere Energiepreise mindestens eine Zinserhöhung der BoE um 25 Basispunkte (bps) im Jahr 2026 ein. Daher wird der Ausblick eine Schlüsselrolle dabei spielen, das britische Pfund (GBP) zu beeinflussen und dem Währungspaar GBP/USD neuen Impuls zu verleihen.
Unterdessen löst ein leichter Rückgang der Renditen von US-Staatsanleihen einige Gewinnmitnahmen beim US-Dollar (USD) aus, was wiederum das Währungspaar im Vorfeld des wichtigen Zentralbankereignisses stützen dürfte. Allerdings wirken die hawkische Ausrichtung der US-Notenbank (Fed) und die eskalierenden Spannungen im Nahen Osten weiterhin als Rückenwind für den sicheren Hafen USD und begrenzen das Währungspaar GBP/USD. Tatsächlich hat die US-Notenbank am Mittwoch zum Abschluss der Sitzung im September erstmals seit 2023 die Zinsen angehoben.
Darüber hinaus zeigte der sogenannte Dot Plot, dass Fed-Vertreter angesichts von durch Öl getriebenen Inflationssorgen in diesem Jahr noch eine weitere Zinserhöhung erwarten. Hinzu kommt, dass die sich verschärfenden Kämpfe zwischen der Huthi-Gruppe und Saudi-Arabien die geopolitische Risikoprämie aufrechterhalten, was den Greenback stützt und nennenswerte Kursgewinne des Währungspaares GBP/USD begrenzt. Daher wäre es ratsam, auf starke Anschlusskäufe zu warten, bevor bestätigt wird, dass die Kassakurse kurzfristig einen Boden gefunden haben.
Das Währungspaar GBP/USD behält unter dem 100-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA) bei 1,3461 einen rückläufigen kurzfristigen Ton bei. Die Kassakurse handeln zudem knapp unter dem 50,0%-Retracement bei 1,3409, was darauf hindeutet, dass jüngste Erholungen durch gestaffelten Widerstand darüber begrenzt bleiben.
Auf der Unterseite wird Unterstützung beim 61,8%-Retracement bei 1,3346 gesehen, vor dem tieferen 78,6%-Fibo.-Level bei 1,3256, wo Käufer bei einer Ausweitung des Rückgangs voraussichtlich stärkeres Interesse zeigen würden.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Die Bank of England (BoE) trifft ihre Zinsentscheidung am Ende jeder ihrer acht regulären Sitzungen pro Jahr. Verfolgt die BoE einen restriktiven (hawkischen) Kurs in Bezug auf die Inflation und hebt die Zinsen an, wird das in der Regel als positiv (bullish) für das britische Pfund (GBP) gewertet. Umgekehrt gilt: Eine lockere (dovishe) Haltung mit gleichbleibenden oder sinkenden Zinssätzen wird meist als negativ (bearish) für das GBP interpretiert.
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Quelle: Bank of England