Das Währungspaar EUR/USD zieht während der asiatischen Sitzung am Mittwoch frische Käufer an, auch wenn es an bullisher Überzeugung fehlt und innerhalb der Wochenhandelsspanne bleibt. Die Spotpreise handeln derzeit nahe der Region um 1,1630, was einem Tagesplus von rund 0,05% entspricht, da die Bullen es vorziehen, die Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) und die wichtigen US-Inflationszahlen abzuwarten.
Eine Zinserhöhung der EZB um 25 Basispunkte (bps) am Donnerstag gilt als ausgemachte Sache, was darauf hindeutet, dass der Fokus angesichts erhöhter Inflationsrisiken auf dem Ausblick der Zentralbank liegen wird. Anschließend werden die Händler die Veröffentlichung des US-Erzeugerpreisindex (EPI) und des Verbraucherpreisindex (VPI) am Donnerstag bzw. Freitag abwarten, die Hinweise auf den geldpolitischen Kurs der Federal Reserve (Fed) liefern könnten. In der Zwischenzeit bleiben Wetten auf eine Zinserhöhung der Fed im September im Spiel, was zusammen mit geopolitischen Unsicherheiten den US-Dollar (USD) stützen und die Gewinne für das Währungspaar EUR/USD begrenzen könnte.
Aus technischer Sicht behalten die Spotpreise oberhalb des Exponential Moving Average (EMA) der 200-Perioden-Linie auf dem 4-Stunden-Chart bei 1,1579 und des 38,2%-Fibonacci-Retracements des Aufwärtsimpulses von 1,1323 bis 1,2072 bei 1,1609 eine konstruktive kurzfristige Tendenz bei. Darüber hinaus deuten der Relative Strength Index (RSI) nahe 58 und ein leicht positiver Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Wert darauf hin, dass das bullishe Momentum anhält, allerdings nicht in überdehntem Terrain.
Unterdessen liegt der erste Widerstand beim 50,0%-Retracement bei 1,1698, gefolgt vom 61,8%-Niveau bei 1,1786, mit höheren Barrieren bei 1,1912 und dem Swing-Hoch bei 1,2072. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim 38,2%-Retracement bei 1,1609, vor dem EMA der 200-Perioden-Linie bei 1,1579. Ein überzeugender Durchbruch unter diese Marken würde das 23,6%-Retracement bei 1,1500 und das Zyklustief bei 1,1323 freilegen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
Die Europäische Zentralbank (EZB), mit Sitz in Frankfurt am Main, steuert die Geldpolitik der Eurozone. Ihr Hauptziel ist die Preisstabilität, definiert durch eine Inflationsrate von rund 2 %. Durch Anpassungen der Zinssätze beeinflusst die EZB maßgeblich den Wechselkurs des Euros, der tendenziell durch höhere Zinsen gestärkt und durch niedrigere geschwächt wird.
In extremen Situationen kann die Europäische Zentralbank ein Instrument namens Quantitative Easing (QE) einsetzen. QE bedeutet, dass die EZB Euros druckt und diese verwendet, um Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Banken und anderen Finanzinstitutionen zu kaufen. QE führt in der Regel zu einer Abschwächung des Euros. Es wird als letztes Mittel eingesetzt, wenn Zinssenkungen allein das Ziel der Preisstabilität nicht erreichen können. Die EZB setzte QE während der Finanzkrise 2009-2011, 2015 bei anhaltend niedriger Inflation und während der COVID-19-Pandemie ein.
Quantitative Straffung (QT) ist das Gegenteil von QE: Statt Staatsanleihen zu kaufen, stellt die EZB den Ankauf ein und reinvestiert fällige Beträge nicht mehr. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Euro aus, da es die Liquidität am Markt verringert.