Die USD/JPY-Paarung bewegt sich während des asiatischen Handels am Dienstag in einer engen Spanne knapp über der Marke von 159,00 und wartet auf einen frischen Katalysator, bevor die nächste Phase einer Richtungsbewegung einsetzt. Unterdessen scheint der fundamentale Hintergrund zugunsten der Bullen geneigt zu sein und deutet darauf hin, dass der Weg des geringsten Widerstands für die Kassakurse nach oben führt.
Der Japanische Yen (JPY) könnte seine relative Underperformance angesichts von Sorgen über die sich verschlechternde fiskalische Lage Japans aufgrund stark steigender langfristiger Zinsen, einer massiven Staatsverschuldung und expansivem Haushaltsdruck fortsetzen. Zudem bleiben die Zinsen in Japan deutlich niedriger als in anderen großen Volkswirtschaften, was den sogenannten JPY-Carry-Trade aktiv hält. Dies hat die Auswirkungen einer gemeinsamen Währungsintervention der USA und Japans Ende Juli weitgehend ausgeglichen und könnte weiterhin als Rückenwind für die USD/JPY-Paarung wirken.
Unterdessen kündigte Finanzminister Scott Bessent am Montag an, dass die USA eine Kampagne starten, um den Iran von der Weltwirtschaft zu isolieren, und warnte, dass jedes Land, das Geschäfte mit dem Iran macht, mit US-Sanktionen rechnen müsse. Der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Iran, Mohsen Rezaei, hatte bereits gewarnt, dass die Islamische Republik alle Ölexporte durch die Straße von Hormus und überall sonst im Persischen Golf einstellen werde, falls der Wirtschaftskrieg andauere. Dies hält die Kriegsrisikoprämie im Spiel und stützt den US-Dollar (USD).
Darüber hinaus untermauern Inflationsrisiken, die von volatilen Ölpreisen ausgehen, die Aussichten auf mindestens eine Zinserhöhung durch die US-Notenbank (Fed) und wirken als Rückenwind für den Greenback. Händler scheinen sich jedoch zu scheuen, angesichts sinkender Chancen auf eine unmittelbare geldpolitische Straffung der Fed aggressive bullische Wetten auf den USD einzugehen. Hinzu kommt, dass das Scheitern der Intervention des US-Finanzministeriums am Anleihemarkt die Sorgen um die fiskalische Tragfähigkeit wieder aufleben lässt, was wiederum als Gegenwind für den Buck und USD/JPY gesehen wird und zur Vorsicht mahnt.
Der Markt richtet seinen Fokus weiterhin auf die Veröffentlichung des US-Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) am Mittwoch. Darüber hinaus wird die Rede von Fed-Chef Kevin Warsh beim Jackson-Hole-Symposium genau auf weitere Hinweise zum künftigen geldpolitischen Kurs geprüft werden. Der Ausblick wiederum wird eine Schlüsselrolle dabei spielen, die kurzfristige USD-Preisdynamik zu beeinflussen und der USD/JPY-Paarung einen gewissen Impuls zu verleihen.
Das Paar USD/JPY weist oberhalb des 100-period Simple Moving Average (SMA) auf dem 4-Stunden-Chart und des 38,2% Fibonacci-Retracements des Korrekturrückgangs von einem Vier-Jahrzehnte-Hoch eine leichte bullische Tendenz auf. Auf der Oberseite liegt der Widerstand beim 50,0%-Retracement bei 159,59, gefolgt vom 61,8%-Retracement bei 160,62, mit höheren Barrieren bei 162,09 und 163,96.
Auf der Unterseite kommt die anfängliche Unterstützung vom 100-period SMA bei 158,67 und dem nahegelegenen 38,2%-Retracement bei 158,56, mit einem tieferen Boden beim 23,6%-Niveau um 157,28, wo Käufer erwartet würden, erneut in Erscheinung zu treten, falls sich die aktuelle Konsolidierung auflöst.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.