USD/JPY steigt am Montag leicht an, da der US-Dollar (USD) nach der starken Volatilität der vergangenen Woche etwas Stabilität findet, während geopolitische Entwicklungen wieder in den Fokus rücken, da sich die Vereinigten Staaten darauf vorbereiten, die Sekundärsanktionen gegen den Iran auszuweiten. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels notiert das Paar bei rund 159,13 und erholt sich von einem Intraday-Tief bei 158,55.
Hawkische Erwartungen an die Bank of Japan (BoJ) bieten dem Yen nur begrenzte Unterstützung, während fiskalische Sorgen die Stimmung weiterhin dominieren. Es wird allgemein erwartet, dass die BoJ die Zinssätze im September anheben wird. Jüngste Inflationsdaten haben die Argumente für höhere Zinsen nur noch verstärkt.
Laut Strategen der Scotiabank entwickelt sich die vorherrschende Geschichte bei USD/JPY weiter, da die unmittelbare Sorge vor möglichen Interventionen Japans allmählich nachlässt. Sie weisen darauf hin, dass sich "die Markterzählung offenbar von den offiziellen Interventionen wegbewegt, die einen Großteil des Sommers dominiert haben," wobei sich die Marktteilnehmer nun "stärker auf die Fundamentaldaten im Vorfeld der BoJ-Sitzung am 18. September konzentrieren."
Aus Sicht der Scotiabank liegt das Hauptthema nicht in einer konkreten geldpolitischen Maßnahme, sondern in der Kommunikation, da "das größere Risiko in der Tonlage der Zentralbank liegt, während die Entscheidungsträger die Erwartungen für den Zinspfad bis zum Jahresende und bis Anfang 2027 steuern."
Unterdessen zeigt der US-Dollar Anzeichen einer Stabilisierung, nachdem er in der Vorwoche nach der Entscheidung des US-Finanzministeriums, die Liquiditätsstützungs-Rückkäufe für länger laufende Staatsanleihen auszuweiten, unter starken Verkaufsdruck geraten war. Der Schritt belebte das Thema der Währungsabwertung wieder, da sich die Anleger zunehmend Sorgen über die US-Fiskalaussichten und die steigende Staatsverschuldung machten, wodurch der Greenback auf ein Drei-Monats-Tief fiel.
Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber einem Korb aus sechs wichtigen Währungen abbildet, notiert am Montag bei rund 98,95 und versucht, die psychologische Marke von 99,00 zurückzuerobern.
Im Hinblick auf die Geldpolitik werden Händler am Mittwoch den US-Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE) auf weitere Hinweise zur September-Entscheidung der Federal Reserve (Fed) beobachten. Ein weiterer schwacher Inflationswert könnte die Erwartungen stärken, dass die US-Notenbank die Zinssätze im nächsten Monat unverändert lassen wird. Danach richtet sich die Aufmerksamkeit auf die Rede von Fed-Vorsitzendem Kevin Warsh in Jackson Hole am Freitag.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Japanischer Yen (JPY) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Japanischer Yen war am stärksten gegenüber dem Kanadischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.08% | 0.02% | 0.10% | 0.48% | 0.17% | 0.20% | 0.13% | |
| EUR | -0.08% | -0.03% | 0.06% | 0.41% | 0.11% | 0.20% | 0.07% | |
| GBP | -0.02% | 0.03% | 0.09% | 0.45% | 0.14% | 0.24% | 0.10% | |
| JPY | -0.10% | -0.06% | -0.09% | 0.43% | -0.01% | 0.11% | 0.00% | |
| CAD | -0.48% | -0.41% | -0.45% | -0.43% | -0.39% | -0.20% | -0.35% | |
| AUD | -0.17% | -0.11% | -0.14% | 0.01% | 0.39% | 0.10% | -0.02% | |
| NZD | -0.20% | -0.20% | -0.24% | -0.11% | 0.20% | -0.10% | -0.14% | |
| CHF | -0.13% | -0.07% | -0.10% | -0.01% | 0.35% | 0.02% | 0.14% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Japanischer Yen aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als JPY (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.