Der US-Dollar (USD) gibt gegenüber dem japanischen Yen (JPY) einen Teil seiner frühen Gewinne wieder ab, liegt während der europäischen Handelssitzung am Freitag aber immer noch 0,5% höher bei rund 160,30. Das Paar USD/JPY entwickelte sich in der Eröffnungssitzung positiv nach einem massiven Rückgang am Vortag, da sich der US-Dollar erholte.
Das Paar fiel am Donnerstag wie ein Kartenhaus aufgrund der Schwäche des US-Dollars inmitten von Unklarheiten über den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve (Fed) und einer Intervention Japans zur Unterstützung des japanischen Yen.
In der geldpolitischen Ankündigung der Fed am Mittwoch ließ die Fed die Zinssätze unverändert in der Spanne von 3,50%-3,75%, warnte vor Aufwärtsrisiken für die Inflation und behielt ihre Position ohne "Forward Guidance" bei.
Die Analysten der Commerzbank merken an, dass "die Bühne bereitet war" für offizielle Maßnahmen, wobei die gestrige Intervention des japanischen Finanzministeriums am Devisenmarkt "klar" gezeigt habe, dass die Regierung besorgt darüber sei, dass der japanische Yen "zu schwach" sei. Sie fügen hinzu, dass die ausdrückliche "Unterstützung durch das US-Finanzministerium" signalisiert habe, dass der Schritt "international wahrscheinlich auf eine positive Reaktion stoßen würde", was das Gefühl verstärke, dass Tokios Bemühungen zur Stabilisierung der Währung von wichtigen internationalen Partnern unterstützt werden.
Unterdessen hat die Bank of Japan (BoJ) die Zinssätze unverändert bei 1% belassen und ihre hawkische geldpolitische Ausrichtung bekräftigt, während sie warnte, dass die Inflationsrisiken weiterhin nach oben gerichtet seien. BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda sagte zudem auf der Pressekonferenz: "Here is risk that underlying CPI will deviate upward to level above 2% price stability target," sagte Ueda.

USD/JPY handelt höher bei rund 160,30, behält jedoch einen kurzfristig bärischen Ton bei, da der Spot unter dem 20-Perioden-Exponential Moving Average (EMA) bei 162,23 bleibt.
Das Paar hat sich von den jüngsten Höchstständen deutlich zurückgezogen, und der Relative Strength Index (RSI) bei 35,94 bewegt sich knapp über dem überverkauften Bereich, was darauf hindeutet, dass das Abwärtsmomentum intakt bleibt, auch wenn der kurzfristige Verkaufsdruck nachzulassen beginnt.
Auf der Oberseite stellt der 20-Tage-EMA bei 162,23 den unmittelbaren Widerstand und den ersten Dreh- und Angelpunkt dar, den die Bullen zurückerobern müssten, um die aktuelle Abwärtsneigung zu verringern. Auf der Unterseite ist das Tief vom Donnerstag bei 158,00 das entscheidende Unterstützungsniveau; ein Durchbruch darunter würde 157,00 freilegen.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Die Bank of Japan (BoJ) steuert die japanische Geldpolitik und hat ein Inflationsziel von rund 2 %. Ihre Maßnahmen haben einen wesentlichen Einfluss auf den japanischen Yen.
Die Bank of Japan implementierte im Jahr 2013 eine extrem expansive Geldpolitik, um die wirtschaftliche Aktivität zu stimulieren und in einem deflationären Umfeld Inflation zu erzeugen. Diese Politik, basierend auf quantitativer und qualitativer Lockerung (QQE), beinhaltete den Ankauf von Vermögenswerten wie Staats- und Unternehmensanleihen durch die Schaffung von Zentralbankgeld, um zusätzliche Liquidität bereitzustellen. Im Jahr 2016 intensivierte die BoJ diese Maßnahmen, führte Negativzinsen ein und begann, die Renditen von 10-jährigen Staatsanleihen direkt zu steuern. Im März 2024 vollzog die Bank eine Kehrtwende, indem sie die Zinsen anhob und sich damit von ihrer ultra-expansiven Geldpolitik distanzierte.
In den vergangenen zehn Jahren hat die entschlossene Haltung der Bank of Japan, an ihrer ultralockeren Geldpolitik festzuhalten, zu einer wachsenden geldpolitischen Divergenz im Vergleich zu anderen Zentralbanken, insbesondere der US-Notenbank, geführt. Dies verstärkte die Renditedifferenz zwischen 10-jährigen US-Staatsanleihen und japanischen Staatsanleihen und stärkte den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen. Mit der Entscheidung der BoJ im Jahr 2024, ihre expansive Geldpolitik schrittweise zu lockern, und dem gleichzeitigen Beginn von Zinssenkungen in anderen großen Zentralbanken, wird diese Differenz nun zunehmend eingeengt.
Der schwächere Yen und steigende globale Energiepreise haben die Inflation in Japan über das Ziel der BoJ von 2 % hinausgetrieben. Zusätzlich hat die Erwartung steigender Löhne – ein zentraler Treiber der Inflation – diese Entwicklung weiter verstärkt.