Strategen der Scotiabank sehen den Euro gegenüber dem US-Dollar weiterhin in einer engen Handelsspanne im Bereich knapp über 1,14 Dollar. Trotz besser als erwarteter ZEW-Konjunkturerwartungen habe die Gemeinschaftswährung kaum reagiert. Stabilisierte kurzfristige Zinsen und die jüngste Neubewertung der Zinserwartungen stützten den Euro über die Renditedifferenzen. Der Fokus der Märkte liege vor allem auf der EZB-Sitzung im September, während für den Zinsentscheid am Donnerstag kaum Änderungen erwartet würden.
„Der Euro bleibt ruhig und konsolidiert weiterhin in einer bemerkenswert engen Handelsspanne knapp über 1,14 Dollar. Zu Beginn des nordamerikanischen Handels am Dienstag legt er gegenüber dem US-Dollar leicht um 0,1 Prozent zu.“
„Die übergeordneten Entwicklungen sorgen derzeit kaum für Bewegung beim Euro. Auffällig ist zudem, dass die besser als erwarteten ZEW-Konjunkturerwartungen keinerlei nennenswerte Marktreaktion ausgelöst haben. Der Index gilt als Frühindikator für die Entwicklung der deutschen Industrieproduktion mit einem Vorlauf von zwölf bis 18 Monaten.“
„Die Märkte für kurzfristige Zinssätze zeigen vor der EZB-Entscheidung am Donnerstag Anzeichen einer Stabilisierung. Damit konsolidiert sich die zuletzt restriktivere Neubewertung der Zinserwartungen, die den Euro über die Renditedifferenzen fundamental unterstützt hat.“
„Für die Sitzung am 23. Juli rechnen die Märkte derzeit kaum mit Veränderungen. Der Fokus liegt auf September, wobei im OIS-Markt aktuell Zinserhöhungen von 22 Basispunkten eingepreist sind. Bis Dezember summiert sich die erwartete Straffung auf insgesamt 43 Basispunkte.“
„Neutral – Aus technischer Sicht liefert der Euro derzeit kaum Impulse. Der RSI zeigt Anzeichen einer Stabilisierung knapp unterhalb der neutralen Marke von 50. Der Kurs bewegt sich weiterhin in einer engen Spanne zwischen etwa 1,1380 und 1,1480 Dollar. Unsere Einschätzung bleibt neutral, solange kein nachhaltiger Anstieg in Richtung 1,1500 Dollar und des 50-Tage-Durchschnitts bei 1,1516 Dollar erfolgt.“