USD/IDR verliert zum zweiten Mal in Folge an Boden und handelt während der asiatischen Handelszeiten am Mittwoch um die Marke von 18.110. Das Paar wertet ab, da die Indonesische Rupiah (IDR) nach der Bestätigung des Investment-Grade-Kreditratings Indonesiens mit stabilem Ausblick durch S&P Global Ratings an Stärke gewinnt.
S&P stellte fest, dass die jüngsten fiskalischen und externen Belastungen, ausgelöst durch erhöhte Ölpreise und Rupiah-Abwertung, wahrscheinlich vorübergehend sind. Die Währung erhielt zudem solide Unterstützung von der Bank Indonesia, die zwischen Mai und Juni eine Zinserhöhung um 100 Basispunkte durchführte und zusicherte, alle verfügbaren geldpolitischen Instrumente zur Stabilisierung der Rupiah einzusetzen.
Das USD/IDR-Paar gerät unter Druck, da der US-Dollar (USD) nach schwächer als erwarteten US-Inflationsdaten Verluste hält, was Hoffnungen nährt, dass die US-Notenbank (Fed) eine weniger restriktive Geldpolitik verfolgen könnte.
Der US-Verbraucherpreisindex (VPI) verlangsamte sich im Juni auf 3,5% im Jahresvergleich, nach einem Dreijahreshoch von 4,2% im Mai, und lag damit deutlich unter dem Marktkonsens von 3,8%. Auf Monatsbasis sank der Gesamt-VPI im Juni sogar um 0,4%, was eine bemerkenswerte Kehrtwende gegenüber dem Anstieg von 0,5% im Mai darstellt.
Der Abwärtstrend des Greenbacks könnte jedoch durch eine steigende Nachfrage nach sicheren Häfen infolge erneuter Spannungen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Iran gebremst werden. Die erneuten Hormuz-Spannungen treiben die Ölpreise in die Höhe, schüren Inflationssorgen und verlängern die Phase höherer Zinsen durch die Federal Reserve (Fed). Das CME FedWatch Tool zeigt, dass die Märkte nun eine etwa 50%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Federal Reserve im September einpreisen.
Das US-Zentralkommando (CENTCOM) bestätigte die Durchführung einer weiteren Reihe von Militärschlägen gegen den Iran. Die Operation richtete sich gegen Dutzende von Militärstandorten entlang der iranischen Küste und in der Nähe der Straße von Hormuz, einem wichtigen maritimen Engpass, der fast 20% der weltweiten Energieversorgung abwickelt. Der koordinierte Angriff setzte US-Kampfjets, Drohnen und Kriegsschiffe ein, um Präzisionsmunition auf iranische Raketen- und Drohnenanlagen abzufeuern.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.