West Texas Intermediate (WTI) – der Benchmark-Preis für US-Rohöl – schwankt am Mittwoch im asiatischen Handel in einer engen Spanne und konsolidiert seine Wochengewinne auf ein fast einmonatiges Hoch, das am Vortag erreicht wurde. Der Rohstoff notiert derzeit knapp über der Marke von 79,00 USD, unverändert zum Tagesverlauf, während die Bullen auf weitere Entwicklungen rund um die Nahost-Krise warten.
Das US-Militär startete am Dienstag eine weitere Reihe von Luftangriffen gegen den Iran, während Teheran mit Angriffen auf US-Militäranlagen in Golfstaaten reagierte. Zudem warnte US-Präsident Donald Trump, dass die USA nächste Woche iranische Brücken und Kraftwerke angreifen würden, falls Teheran nicht an den Verhandlungstisch zurückkehrt. Dies, zusammen mit der Schließung der Straße von Hormus, wirkt als Rückenwind für die Rohölpreise und begünstigt bullische Händler.
Aus technischer Sicht bestätigt der Ausbruch dieser Woche über das 23,6%-Fibonacci-Retracement-Level des Rückgangs von April bis Juli und den 200-Tage-Exponential Moving Average (EMA) den konstruktiven Ton. Auch die Momentum-Indikatoren unterstützen diese verbesserte Tendenz und deuten auf einen zunehmenden bullischen Druck hin. Tatsächlich bleibt der Relative Strength Index bei 55,00 im positiven Bereich, und der Moving Average Convergence Divergence (MACD) liegt über null und weitet sich aus.
Unterdessen zeigt sich der erste Widerstand beim 38,2%-Fibo-Level bei 82,40 USD, gefolgt von einer bedeutenden Barriere beim 50,0%-Retracement nahe 87,11 USD. Das 61,8%-Level bei 91,82 USD stellt ein höheres Ziel dar, falls die Käufer die Aufwärtsbewegung ausweiten. Auf der Unterseite wird unmittelbare Unterstützung beim 200-Tage-EMA bei 77,23 USD gesehen, gefolgt vom 23,6%-Fibo-Level bei 76,58 USD, wobei die strukturelle Untergrenze beim Anker-Level von 67,16 USD eine entfernte, aber wichtige Marke für den breiteren bullischen Ausblick bleibt.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt. Mehr erfahren.)
WTI-Öl, kurz für West Texas Intermediate, ist eine der wichtigsten Rohölsorten, die auf dem globalen Markt gehandelt werden. Es wird wegen seiner leichten und süßen Qualität geschätzt und dient als wichtiger Referenzpreis auf den Energiemärkten.
Wie bei allen Vermögenswerten sind Angebot und Nachfrage die Haupttreiber des WTI-Ölpreises. Globales Wachstum kann die Nachfrage nach Öl erhöhen, während eine schwache Weltwirtschaft die Nachfrage dämpft. Politische Instabilität, Kriege und Sanktionen können das Angebot beeinträchtigen und die Preise beeinflussen. Die Entscheidungen der OPEC, einer Gruppe führender ölproduzierender Länder, spielen ebenfalls eine Schlüsselrolle. Da Öl überwiegend in US-Dollar gehandelt wird, beeinflusst auch der Wert des US-Dollars den WTI-Preis.
Die wöchentlichen Berichte des American Petroleum Institute (API) und der Energy Information Agency (EIA) über die Rohölbestände beeinflussen den Preis von WTI-Öl. Ein Rückgang der Bestände signalisiert eine steigende Nachfrage, was den Preis nach oben treibt, während ein Anstieg der Bestände auf ein Überangebot hindeutet und die Preise senkt. Die EIA-Daten gelten als zuverlässiger, da sie von der US-Regierung stammen.
Die OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) ist eine Gruppe von 12 erdölproduzierenden Ländern, die zweimal jährlich gemeinsam über die Förderquoten der Mitgliedsländer entscheiden. Ihre Entscheidungen wirken sich häufig auf die Preise für WTI Öl aus. Beschließt die OPEC, die Förderquoten zu senken, kann dies das Angebot verknappen und die Ölpreise in die Höhe treiben. Erhöht die OPEC die Produktion, hat dies den gegenteiligen Effekt. Die OPEC+ bezieht sich auf eine erweiterte Gruppe von zehn zusätzlichen Nicht-OPEC-Mitgliedern, von denen Russland das bekannteste ist.