Das Pfund Sterling steigt gegenüber dem japanischen Yen um 0,17 % am Mittwoch, trotz der Drohungen der japanischen Behörden, am Devisenmarkt zu intervenieren, um den Yen zu stärken. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert das Währungspaar GBP/JPY bei 215,93, ein Plus von 0,16 %.
Das Währungspaar GBP/JPY hat im Tagesverlauf die Spanne von 212,00-215,00 durchbrochen und damit die Tür geöffnet, höhere Kurse zu testen, wie die psychologische Marke von 216,00, gefolgt vom Jahreshoch (YTD) bei 216,60.
Es ist erwähnenswert, dass das Momentum bullisch ist, wie im Relative Strength Index (RSI) dargestellt. Allerdings können lautstarke Interventionen der japanischen Behörden den Anstieg des GBP/JPY begrenzen, um höhere Kurse zu testen.
Wenn GBP/JPY das Jahreshoch überwindet, kann sich eine potenzielle Aufwärtsbewegung bilden, bei der das Paar 217,00 testet. Über diesen Niveaus liegt die psychologische Marke von 220,00. Im Gegensatz dazu öffnet die Stärke des Yen die Tür, eine abwärtsgerichtete Widerstandstrendlinie, die nun als Unterstützung bei etwa 215,00 fungiert, zu testen. Wird diese durchbrochen, drohen weitere Verluste bei 214,50, gefolgt vom 50-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 214,07.

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.