Die Strategen der Bank of New York Mellon (BNY) sehen die wiedererstarkte Stärke des US-Dollars zunehmend als Belastungsfaktor für die Währungen im asiatisch-pazifischen Raum (APAC). Besonders das Währungspaar USD/JPY stehe dabei im Fokus. Nach Einschätzung von Geoff Yu könnte ein nachhaltiger Ausbruch über einen wichtigen technischen Widerstand negative Auswirkungen auf die Devisenmärkte, Aktien und Anleiherenditen in der Region haben. Anleger konzentrierten sich derzeit stärker auf die Absicherung ihrer Währungsrisiken als auf Konjunkturdaten.
„Asien sieht sich nun erneut mit Gegenwind durch den wiedererstarkten US-Dollar konfrontiert, da die Märkte ihre Erwartungen an die Zinspolitik der US-Notenbank neu bewerten. Hinzu kommen anhaltende Kapitalabflüsse aus dem Ausland und eine fragile Stimmung an den Aktienmärkten.“
„Makrodaten dürften vorerst in den Hintergrund treten, da sich Anleger angesichts der breiten Dollar-Stärke auf das Management der Währungsabsicherung ihrer Portfolios konzentrieren.“
„USD/JPY bleibt das wichtigste Währungspaar, das es derzeit zu beobachten gilt.“
„Ein nachhaltiger Ausbruch über den technischen Widerstand bei 162 würde das Risiko negativer Auswirkungen auf die APAC-Währungen, die Aktienmärkte und die Anleiherenditen in der Region erhöhen.“
„Der Offshore-Yuan (CNH) hat sich bislang vergleichsweise widerstandsfähig gezeigt. Diese Entwicklung dürfte jedoch zunehmend schwer aufrechtzuerhalten sein, was darauf hindeutet, dass Anleger ihre Absicherung gegen einen stärkeren US-Dollar wieder ausbauen könnten, falls dessen Aufwertung anhält.“