Das Paar USD/CAD sinkt im Laufe des asiatischen Handels am Mittwoch auf rund 1,4205. Dennoch könnte das Abwärtspotenzial für das Paar angesichts steigender Erwartungen einer Zinserhöhung der Federal Reserve (Fed) in diesem Jahr begrenzt sein. Die US-Daten zum Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) für Mai werden am Donnerstag im Mittelpunkt stehen.
Der iranische Präsident Masoud Pezeshkian sagte am Dienstag, dass das ballistische Raketenprogramm Teherans nicht in die Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten (US) einbezogen werde, so die BBC.
US-Präsident Donald Trump wies Irans Behauptung zurück, dass kein Besuch für Inspektoren der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) geplant sei, und bestand darauf, dass Teheran der Vereinbarung bereits zugestimmt habe. Die Unsicherheit rund um ein Friedensabkommen zwischen den USA und Iran könnte den US-Dollar (USD) gegenüber dem Kanadischen Dollar (CAD) stützen.
Die Märkte passten ihre Erwartungen an eine hawkischere Haltung der Fed an, was dem Greenback Auftrieb gab. Händler rechnen nun laut dem FedWatch-Tool der CME mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 86,1 % für eine Zinserhöhung der Fed im Dezember, nach 61 % vor der FOMC-Sitzung in der letzten Woche.
Der Gouverneur der Bank of Canada (BoC), Tiff Macklem, sagte am Dienstag, dass globale Ungleichgewichte bei Finanzströmen, angeführt vom Exportüberschuss Chinas und der Abhängigkeit der Vereinigten Staaten von ausländischem Kapital, finanzielle Stabilitätsrisiken befeuern könnten.
Der Loonie steht seit mehreren Wochen unter Druck, was gut dokumentierte Gründe hat, darunter sich ausweitende Renditedifferenziale zugunsten des USD, verlangsamtes Wachstum, Handelsunsicherheiten oder der unsichere Status quo und eine meist asymmetrische Risiko-Reaktion auf den Iran-Krieg," sagte Amo Sahota, Direktor bei Klarity FX in San Francisco.
Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.
Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.
Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.
Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.