Die Nordea Bank erwartet, dass sich der USD/JPY-Kurs auf einem hohen Niveau halten wird, da die Zinsdifferenz zwischen den USA und Japan weiterhin groß bleibt und die Bank of Japan an ihrer sehr lockeren Geldpolitik festhält. Zwar rechnen die Analysten mit einer schrittweisen Normalisierung der japanischen Geldpolitik, diese dürfte nach Einschätzung der Bank jedoch nicht ausreichen, um den Yen kurzfristig deutlich zu stärken. Nordea verweist zudem auf das Risiko von Interventionen am Devisenmarkt, berücksichtigt diese jedoch nicht in ihrer Prognose.
„Wir erwarten, dass USD/JPY erhöht bleibt, solange die Fed an ihrer restriktiven Haltung festhält und die US-Renditen deutlich über den japanischen Renditen liegen, während die Bank of Japan ihre Geldpolitik nur sehr langsam normalisiert.“
„Selbst wenn die Bank of Japan ihren Rahmen zur Steuerung der Zinskurve weiter anpassen sollte, bezweifeln wir, dass solche Schritte allein ausreichen würden, um kurzfristig eine anhaltende und deutliche Aufwertung des Yen gegenüber dem US-Dollar auszulösen.“
„Die japanischen Behörden könnten ihre verbalen Warnungen verstärken oder sogar direkt am Devisenmarkt intervenieren, falls USD/JPY zu schnell steigt oder deutlich über die jüngsten Höchststände hinausläuft. Unsere zentrale Prognose basiert jedoch nicht auf wiederholten groß angelegten Interventionen.“