Silberpreis Prognose: Jetzt wird es gefährlich – diese Marke entscheidet alles

Quelle Fxstreet

Der Silberpreis steht an einem Punkt, an dem Anleger besser ganz genau hinsehen sollten. Denn der Chart sendet derzeit kein entspanntes Signal, sondern eher eine klare Warnung. Bei den Silver Futures zeigt sich im Tageschart ein übergeordneter Abwärtstrend, der weiter intakt ist. Die Bären haben die Kontrolle übernommen, während die Bullen aktuell vor allem auf eine kurzfristige technische Erholung hoffen müssen.

Und genau hier liegt die Brisanz: Im Bereich zwischen 61,60 und 63,50 US-Dollar wartet eine wichtige Unterstützungszone. Wird sie verteidigt, könnte Silber kurzfristig Luft holen. Wird sie gebrochen, dürfte der Verkaufsdruck schnell wieder zunehmen. Auf der Oberseite wartet dagegen zwischen 70 und 72 US-Dollar ein massiver Widerstand. Solange der Silberpreis darunter bleibt, ist jede Erholung mit Vorsicht zu genießen.

Diese Silberpreis Prognose zeigt deshalb vor allem eines: Der Markt ist noch nicht bereit für Entwarnung. Wer jetzt blind auf steigende Kurse setzt, handelt gegen den Trend. Wer aber die entscheidenden Marken kennt, kann die nächsten Bewegungen deutlich besser einordnen.

Silberpreis Prognose
Silberpreis Prognose

Die Bären haben den Silberpreis im Griff

Der Blick auf den Tageschart fällt eindeutig aus. Der Silberpreis befindet sich in einem klaren Abwärtstrend. Das ist keine kleine Schwächephase mehr, sondern eine Struktur, die sich inzwischen deutlich im Chart festgesetzt hat.

Der SuperTrend zeigt ein bärisches Signal. Auch der Ichimoku-Indikator bestätigt diese Schwäche. Besonders wichtig: Der Preis liegt klar unter der Ichimoku-Wolke, die aktuell ungefähr im Bereich zwischen 71,90 und 75,90 US-Dollar verläuft. Genau das ist für die Bullen ein Problem. Denn solange Silber unter dieser Zone notiert, fehlt die technische Bestätigung für eine echte Trendwende.

Auch die gleitenden Durchschnitte machen wenig Hoffnung. Der Kurs liegt unter der 20-Tage-Linie bei rund 71,78 US-Dollar und ebenfalls unter der 50-Tage-Linie bei etwa 74,68 US-Dollar. Damit zeigt sowohl der kurzfristige als auch der mittelfristige Trend nach unten.

Der Markt bewegt sich aktuell in einem fallenden Kanal zwischen rund 61,60 und 70 US-Dollar. Dieser Kanal ist bereits zu etwa 70 % abgearbeitet. Das macht die Lage spannend, aber nicht automatisch bullisch. Ein reifer Abwärtstrend kann zwar jederzeit technische Gegenbewegungen liefern. Doch solange die Struktur nicht gebrochen wird, bleiben die Bären am längeren Hebel.

Für dich bedeutet das: Der Silberpreis ist derzeit kein Markt, in dem man einfach auf gut Glück auf eine Erholung setzen sollte. Die Chance auf einen Bounce ist da. Aber der große Trend spricht weiterhin gegen die Käufer.

Diese Unterstützungszone kann jetzt alles entscheiden

Besonders wichtig ist jetzt der Bereich zwischen 61,60 und 63,50 US-Dollar. Genau dort treffen mehrere technische Faktoren aufeinander. Die 200-Tage-Linie liegt bei rund 61,98 US-Dollar. Zusätzlich befindet sich in diesem Bereich das lokale Tief vom 11. Juni bei 61,595 US-Dollar.

Das ist keine zufällige Zone. Solche Marken ziehen die Aufmerksamkeit vieler Marktteilnehmer auf sich. Wenn Käufer dort aktiv werden, kann daraus eine spürbare Gegenbewegung entstehen. Wenn diese Zone aber fällt, könnte der nächste Abwärtsimpuls schnell folgen.

Interessant ist auch die Hammer-Kerze am Tief. Sie zeigt, dass der Markt zunächst nach unten gedrückt wurde, dort aber Käufer aufgetreten sind. Zusammen mit einem Money Flow Index von 23, also einem überverkauften Bereich, spricht das für die Möglichkeit einer kurzfristigen technischen Erholung.

Aber genau hier darf man sich nicht täuschen lassen. Eine überverkaufte Lage ist noch keine Trendwende. Sie bedeutet nur, dass der Verkaufsdruck kurzfristig sehr weit gelaufen ist. Der Markt kann sich erholen, ohne dass sich das übergeordnete Bild wirklich verbessert.

Das ist der entscheidende Unterschied. Ein Bounce ist möglich. Eine bestätigte Trendwende ist bisher nicht zu sehen.

Zwischen 70 und 72 US-Dollar wartet der große Deckel

Auf der Oberseite wird es für Silber erst im Bereich zwischen 70 und 72 US-Dollar wirklich spannend. Genau dort verlaufen gleich mehrere wichtige technische Hürden. Die Abwärtstrendlinie liegt in dieser Zone. Dazu kommt die 20-Tage-Linie. Auch die Unterkante der Ichimoku-Wolke spielt dort eine Rolle.

Das macht diesen Bereich zu einer echten Kampfzone. Sollte der Silberpreis dorthin steigen, wird sich zeigen, ob die Käufer wirklich Kraft haben oder ob die Verkäufer erneut zuschlagen.

Noch schwieriger wird es oberhalb davon. Bei rund 76,70 US-Dollar liegt der SuperTrend-Widerstand. Das 50-%-Fibonacci-Level befindet sich bei etwa 75,85 US-Dollar. Diese Zone wirkt wie ein massiver Deckel über dem Markt. Wer auf eine nachhaltige Erholung setzt, muss also sehen, dass Silber nicht nur ein paar Dollar steigt, sondern wichtige Widerstände zurückerobert.

Bis dahin bleibt die Lage schwierig. Besonders der Bereich zwischen 63,50 und 70 US-Dollar ist aus meiner Sicht kein attraktiver Handelsbereich. Dort kann der Markt zwar schwanken, aber das Chance-Risiko-Verhältnis ist schwach. Es drohen Fehlsignale, schnelle Richtungswechsel und unnötige Verluste.

Genau deshalb ist Geduld jetzt so wichtig. Der Silberpreis muss entweder unten eine klare Entscheidung liefern oder oben in eine attraktive Widerstandszone laufen.

Das bärische Szenario bleibt das wahrscheinlichere

Das aktuell bevorzugte Szenario bleibt bärisch. Der Grund ist einfach: Trend, Indikatoren und Struktur zeigen geschlossen nach unten. Solange sich daran nichts ändert, sind Erholungen eher Verkaufsgelegenheiten als echte Kaufsignale.

Ein aggressives Short-Setup könnte entstehen, wenn der Silberpreis in Richtung 68 US-Dollar läuft und dort sichtbar zurückgewiesen wird. Das wäre eine mögliche Reaktion nahe der oberen Range. Noch konservativer wäre ein Short-Signal erst unterhalb von 61,50 US-Dollar, wenn der Markt per Tagesschluss unter das Tief vom 11. Juni bei 61,595 US-Dollar fällt.

Der Stopp läge in diesem Szenario um 72 US-Dollar, also oberhalb wichtiger lokaler Hochs und oberhalb der relevanten Widerstandszone. Die möglichen Kursziele liegen zunächst bei 61,60 US-Dollar, danach bei 57,50 US-Dollar und im erweiterten Abwärtsszenario sogar bei 50 US-Dollar.

Das Chance-Risiko-Verhältnis kann in diesem Szenario bis zu etwa 4,5:1 betragen. Genau deshalb ist diese Variante so interessant. Nicht, weil fallende Kurse sicher wären. Sondern weil das technische Bild derzeit klarer auf der Short-Seite liegt als auf der Long-Seite.

Was viele Anleger jetzt unterschätzen: Ein Markt kann trotz überverkaufter Signale weiter fallen. Gerade dann, wenn ein wichtiger Unterstützungsbereich bricht, können Anschlussverkäufe schnell zunehmen. Deshalb ist die Zone um 61,60 US-Dollar so entscheidend.

Die Bullen haben eine Chance – aber nur für einen Gegenschlag

Natürlich gibt es auch ein bullisches Szenario. Aber dieses Szenario ist derzeit taktisch, nicht strukturell. Das ist ein wichtiger Unterschied.

Der Silberpreis ist kurzfristig überverkauft. Die Hammer-Kerze am Tief spricht für Käuferinteresse. Der MFI bei 23 deutet ebenfalls darauf hin, dass der Markt kurzfristig stark gedrückt wurde. Daraus kann eine Relief-Rally entstehen, also eine Erholung innerhalb eines Abwärtstrends.

Ein aggressiver Long-Einstieg könnte im Bereich um 64,50 US-Dollar interessant werden, wenn der Bounce durch steigendes Volumen bestätigt wird. Konservativer wäre ein Einstieg erst nach einem Tagesschluss über 68,50 US-Dollar, also oberhalb des Hochs vom 12. Juni.

Der Stopp würde in diesem Fall um 61,50 US-Dollar liegen, also unter dem Tief vom 11. Juni. Mögliche Ziele wären 70,50 US-Dollar, danach 74,60 US-Dollar an der 50-Tage-Linie und schließlich 76,70 US-Dollar am SuperTrend-Widerstand. Auch hier wäre theoretisch ein Chance-Risiko-Verhältnis von bis zu etwa 4:1 möglich.

Doch der Haken ist offensichtlich: Wer hier long geht, handelt gegen den Haupttrend. Das kann funktionieren, aber es ist riskanter. Der Markt kann sich kurz erholen und dann wieder nach unten drehen. Genau deshalb sollten Long-Setups aktuell nicht mit einem langfristigen Kaufsignal verwechselt werden.

Für mich ist klar: Die Bullen dürfen erst dann wirklich Hoffnung schöpfen, wenn der Silberpreis zentrale Widerstände zurückerobert. Vorher bleibt jeder Anstieg nur ein Gegenschlag in einem angeschlagenen Markt.

Warum Warten jetzt die beste Strategie sein kann

Manchmal ist der beste Trade kein Trade. Genau das könnte beim Silberpreis aktuell der Fall sein.

Zwischen 63,50 und 70 US-Dollar befindet sich der Markt in einer schwierigen Zone. Dort gibt es keine klare Kante. Die Kurse können schwanken, ohne dass daraus ein belastbares Signal entsteht. Für Trader ist das gefährlich, weil man schnell in Bewegungen hineingezogen wird, die wenig später wieder drehen.

Sinnvoller ist es, auf eine echte Bestätigung zu warten. Fällt Silber unter 61,595 US-Dollar, wäre das ein klares Zeichen für eine neue Abwärtsphase. Steigt der Silberpreis dagegen per Tagesschluss über rund 70 US-Dollar, könnte ein Test der Abwärtstrendlinie folgen. Auch das wäre interessant, allerdings möglicherweise eher für ein höher gelegenes Short-Setup als für einen sofortigen Long-Einstieg.

Das klingt vielleicht unspektakulär. Aber genau so entstehen bessere Entscheidungen. Nicht durch blinden Aktionismus, sondern durch saubere Marken, klare Szenarien und konsequentes Risikomanagement.

Das Volumen macht den Bullen noch keine Hoffnung

Ein weiterer Punkt darf in dieser Silberpreis Prognose nicht fehlen: das Volumen. Der jüngste Bounce wurde nur von unterdurchschnittlichem Volumen begleitet. Das ist kein starkes Zeichen.

Eine echte Trendwende braucht normalerweise Überzeugung. Sie braucht Käufer, die sichtbar in den Markt kommen. Sie braucht Volumen, das die Bewegung bestätigt. Genau das ist bisher nicht zu sehen.

Die Hammer-Kerze am Tief ist deshalb interessant, aber noch nicht ausreichend. Sie zeigt, dass Käufer kurzfristig reagiert haben. Sie beweist aber nicht, dass sie stark genug sind, um den gesamten Abwärtstrend zu drehen.

Der wichtigste Lernpunkt lautet daher: Eine starke Unterstützung kann einen Rebound auslösen. Aber erst ein Bruch der übergeordneten Struktur macht daraus eine echte Trendwende. Dafür müsste Silber die Trendlinie, die Wolke und das Bündel aus wichtigen gleitenden Durchschnitten zurückerobern.

Davon ist der Markt aktuell noch entfernt.

Mein Fazit zur Silberpreis Prognose

Der Silberpreis steht vor einer entscheidenden Phase. Die Zone zwischen 61,60 und 63,50 US-Dollar ist jetzt der Bereich, auf den Anleger und Trader achten müssen. Dort könnte eine technische Erholung starten. Fällt diese Unterstützung aber, dürfte sich das bärische Bild weiter verschärfen.

Auf der Oberseite bleibt der Bereich zwischen 70 und 72 US-Dollar der wichtigste Widerstand. Solange Silber darunter bleibt, haben die Bären die bessere Ausgangslage. Selbst ein Anstieg in diese Zone wäre noch kein Befreiungsschlag, sondern könnte erneut Verkäufer anlocken.

Für dich bedeutet das: Long-Chancen sind derzeit nur kurzfristige Gegenbewegungen mit erhöhtem Risiko. Das stärkere Setup liegt weiterhin auf der Short-Seite, entweder bei einer Schwäche nach einer Erholung oder bei einem klaren Bruch unter 61,50 US-Dollar.

Diese Silberpreis Prognose fällt deshalb eindeutig aus: Der Markt ist technisch angeschlagen, die Bären kontrollieren die Struktur, und die Bullen müssen erst beweisen, dass sie mehr können als nur einen kurzen Rebound. Wer jetzt investiert oder tradet, sollte nicht auf Hoffnung setzen, sondern auf klare Bestätigung. Denn beim Silberpreis entscheidet sich jetzt, ob die Unterstützung hält – oder ob der nächste Rutsch beginnt.

Disclaimer: Dieser Artikel dient ausschließlich der Information und stellt Finanzjournalismus dar, jedoch keine Anlageberatung, Kaufempfehlung oder Aufforderung zum Handel mit Wertpapieren oder Derivaten. Investitionen in Aktien, Rohstoffe, Futures und andere Finanzinstrumente sind mit erheblichen Risiken bis hin zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals verbunden.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
placeholder
Klimakiller KI: So plündern Big Techs unsere EnergiereservenInvesting.com – Der immense Stromverbrauch von Blockchains wie Bitcoin und Ethereum stand über viele Jahre hinweg im Fokus und wurde stets damit in Verbindung gebracht, wie umweltschädlich diese Techn
Autor  Investing.com
16.Jul. 2024
Investing.com – Der immense Stromverbrauch von Blockchains wie Bitcoin und Ethereum stand über viele Jahre hinweg im Fokus und wurde stets damit in Verbindung gebracht, wie umweltschädlich diese Techn
placeholder
Goldpreis Prognose: Zentralbanken senden ein WarnsignalGoldpreis bewegt sich seitwärts, doch Inflation, Zentralbankkäufe und geopolitische Unsicherheit stützen weiter. Hält die Unterstützungszone, bleibt ein neuer Anstieg möglich.
Autor  FXStreet
Mi. 20.Mai
Goldpreis bewegt sich seitwärts, doch Inflation, Zentralbankkäufe und geopolitische Unsicherheit stützen weiter. Hält die Unterstützungszone, bleibt ein neuer Anstieg möglich.
placeholder
Bitcoin im freien Fall: Anleger werfen das HandtuchBitcoin (BTC) ist am Donnerstag unter die Marke von 64.000 US-Dollar gefallen. Nachlassende Nachfrage am Markt und zunehmender Verkaufsdruck durch kurzfristig orientierte Anleger belasteten die größte Kryptowährung. In einem insgesamt risikoscheuen Marktumfeld rutschte der Kurs zeitweise in Richtung von 63.000 Dollar. Mehrere Kennzahlen deuten dabei auf eine der schwierigsten Phasen des aktuellen Marktzyklus hin.
Autor  FXStreet
Fr. 05.Jun
Bitcoin (BTC) ist am Donnerstag unter die Marke von 64.000 US-Dollar gefallen. Nachlassende Nachfrage am Markt und zunehmender Verkaufsdruck durch kurzfristig orientierte Anleger belasteten die größte Kryptowährung. In einem insgesamt risikoscheuen Marktumfeld rutschte der Kurs zeitweise in Richtung von 63.000 Dollar. Mehrere Kennzahlen deuten dabei auf eine der schwierigsten Phasen des aktuellen Marktzyklus hin.
placeholder
Goldpreis Prognose: Fed-Termin am 17. Juni als KurstreiberDer Goldpreis steht vor der Entscheidung. Und genau diese Phase kann für Anleger besonders gefährlich werden.
Autor  FXStreet
Di. 09.Jun
Der Goldpreis steht vor der Entscheidung. Und genau diese Phase kann für Anleger besonders gefährlich werden.
placeholder
Goldpreis Prognose: Warsh-Debüt treibt Gold auf 4.330 DollarDer Goldpreis steht plötzlich wieder genau dort, wo es für Anleger richtig spannend wird. Nach einer mehrwöchigen Korrektur ist Gold zurück. Und wie. Am Dienstag sprang der Spotpreis auf 4.330,35 US-Dollar je Unze.
Autor  FXStreet
Di. 16.Jun
Der Goldpreis steht plötzlich wieder genau dort, wo es für Anleger richtig spannend wird. Nach einer mehrwöchigen Korrektur ist Gold zurück. Und wie. Am Dienstag sprang der Spotpreis auf 4.330,35 US-Dollar je Unze.
verbundene Finanzinstrumente
goTop
quote