Australischer Dollar gibt nach und nähert sich 0,7000, da US-Iran-Gespräche ins Stocken geraten

Quelle Fxstreet
  • Das Paar AUD/USD gibt im frühen asiatischen Handel am Montag auf rund 0,7005 nach.
  • Erneute Spannungen zwischen den USA und Iran belasten den Australischen Dollar als risikoreiches Asset.
  • Trader beginnen, Wetten darauf abzuschließen, wann die nächste US-Zinserhöhung erfolgen wird.

Das Paar AUD/USD fällt im frühen asiatischen Handel am Montag auf rund 0,7005. Der Australische Dollar (AUD) schwächt sich gegenüber dem US-Dollar (USD) angesichts einer risikoaversen Stimmung ab. Händler werden die Entwicklungen rund um das Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran genau beobachten.

US-Präsident Donald Trump drohte am Sonntag mit der Wiederaufnahme eines Krieges gegen den Iran, während Vizepräsident JD Vance iranische Beamte zu den ersten Gesprächen im Rahmen eines vorläufigen Friedensabkommens traf, das von der Ankündigung Teherans überschattet wurde, die Straße von Hormus erneut geschlossen zu haben, so Reuters. Unsicherheit und Befürchtungen eines langwierigen Krieges im Nahen Osten könnten eine sichere Hafenwährung wie den Greenback stärken und dem Hauptwährungspaar Gegenwind verleihen.

Hawkische Signale der US-Notenbank (Fed) könnten zum Aufwärtspotenzial des USD beitragen. Inflationsdruck, ausgelöst durch den Iran-Krieg, veranlasst Händler dazu, zu erwarten, dass die US-Zentralbank in wenigen Monaten mit Zinserhöhungen beginnen könnte.

Händler sehen nun laut dem CME FedWatch Tool eine über 90%ige Chance für eine Zinserhöhung der Fed im Dezember, nachdem diese vor der Fed-Entscheidung bei 61% lag.

Australischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.

Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.

China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.

Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.

Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.







 

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