Die Indische Rupie (INR) setzt am Freitag ihre Gewinne gegenüber dem US-Dollar (USD) zum zweiten Mal in Folge fort. Das Paar USD/INR behielt eine Abwärtsneigung bei, da eine Verschiebung der täglichen Devisenzuflüsse der Indischen Rupie neue Unterstützung bot.
Marktanalysten führen den Abwärtstrend von USD/INR hauptsächlich auf bankfixierungsbedingte Dollar-Verkäufe bei privaten und ausländischen Banken sowie auf die robusten Zuflüsse im Foreign Currency Non-Resident Bank (FCNR-B)-Segment zurück.
Darüber hinaus belastete eine aggressive Dollar-Liquidation durch Exporteure das Paar zusätzlich, was einen stärkeren US-Dollar (USD) ausglich und die Reserve Bank of India (RBI) veranlasste, zeitweise einzugreifen, um überschüssige Liquidität aufzunehmen.
Die Indische Rupie gewinnt an Wert angesichts eines starken Rückgangs der Rohölpreise nach einem diplomatischen Durchbruch zwischen den USA und Iran. Medienberichten zufolge haben die beiden Nationen eine erste Vereinbarung unterzeichnet, die ein 60-tägiges Verhandlungsfenster für einen dauerhaften Friedensvertrag einleitet. Zudem bestätigte das US-Militär, dass es die Blockade iranischer Häfen in der Nähe der Straße von Hormus aufgehoben hat, wodurch wichtige Energieversorgungsrouten wiederhergestellt wurden. Während diese Entwicklungen kurzfristig die Risikostimmung heben und Schwellenländerwährungen unterstützen dürften, bleiben Händler vorsichtig und weisen darauf hin, dass eine vollständige Erholung des globalen Schiffs- und Energievolumens wahrscheinlich Monate dauern wird.
Das Paar USD/INR könnte jedoch wieder Boden gewinnen, da der US-Dollar an Stärke gewinnt, während Händler die hawkische Stimmung rund um den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve (Fed) einpreisen. Bei seiner ersten Pressekonferenz betonte der neu ernannte Fed-Vorsitzende Kevin Warsh, dass „Preisniveaustabilität“ weiterhin das oberste Leitprinzip der Fed sei.
Das Federal Open Market Committee (FOMC) stimmte am Mittwoch einstimmig dafür, den Leitzins im Zielkorridor von 3,5 % bis 3,75 % unverändert zu belassen. Die Entscheidung hatte jedoch einen hawkischen Ton, da fast die Hälfte der Mitglieder signalisierte, dass später in diesem Jahr mindestens eine Zinserhöhung erforderlich sein könnte.
USD/INR setzt die Abwertung am zweiten Tag in Folge fort und notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei rund 94,30. Die technische Analyse des Tagescharts deutet darauf hin, dass der Kassakurs nahe dem unteren Rand des absteigenden Dreiecks bleibt, was darauf hindeutet, dass der Markt testet, ob Käufer noch über die Mittel und den Willen verfügen, die aktuellen Niveaus zu verteidigen.
Das Paar USD/INR weist eine kurzfristig bärische Tendenz auf, da der Kassakurs unter sowohl dem neun- als auch dem 50-Perioden-Exponential Moving Average (EMA) liegt. Der 14-Tage Relative Strength Index (RSI) bewegt sich knapp über 40, was auf ein gedämpftes Abwärtsmomentum hinweist, aber noch keine überverkauften Bedingungen signalisiert, sodass das Paar anfällig bleibt, solange es unter dieser kurzfristigen gleitenden Durchschnittsbarriere handelt.
Der erste Widerstand liegt am 50-Perioden-EMA bei 94,72, gefolgt vom neun-Perioden-EMA bei 94,76, die zusammen eine enge Obergrenze bilden, die zurückerobert werden müsste, um den unmittelbaren Verkaufsdruck zu verringern. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung am unteren Rand des absteigenden Dreiecks bei etwa 94,30.

(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von US-Dollar (USD) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. US-Dollar war am stärksten gegenüber dem Neuseeländischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | INR | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.16% | 0.16% | -0.02% | 0.11% | 0.25% | 0.36% | -0.08% | |
| EUR | -0.16% | -0.00% | -0.15% | -0.05% | 0.10% | 0.19% | -0.16% | |
| GBP | -0.16% | 0.00% | -0.17% | -0.05% | 0.12% | 0.22% | -0.21% | |
| JPY | 0.02% | 0.15% | 0.17% | 0.10% | 0.28% | 0.36% | -0.01% | |
| CAD | -0.11% | 0.05% | 0.05% | -0.10% | 0.19% | 0.25% | -0.13% | |
| AUD | -0.25% | -0.10% | -0.12% | -0.28% | -0.19% | 0.08% | -0.30% | |
| NZD | -0.36% | -0.19% | -0.22% | -0.36% | -0.25% | -0.08% | -0.39% | |
| INR | 0.08% | 0.16% | 0.21% | 0.00% | 0.13% | 0.30% | 0.39% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel US-Dollar aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum Japanischer Yen bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als USD (Basis)/JPY (Notierungswährung) angezeigt.
Die indische Rupie wird stark von externen Faktoren wie dem Ölpreis, der Entwicklung des US-Dollars und dem Ausmaß der ausländischen Investitionen beeinflusst. Interventionen der Reserve Bank of India (RBI) können den Wechselkurs stabilisieren.
Die Reserve Bank of India (RBI) greift aktiv in den Devisenmarkt ein, um den Wechselkurs stabil zu halten und den Handel zu erleichtern. Gleichzeitig versucht sie, die Inflation durch Zinssatzanpassungen bei ihrem Zielwert von 4 % zu stabilisieren. Höhere Zinssätze stärken in der Regel die indische Rupie (INR), da sie das Land für ausländische Investoren attraktiver machen.
Makroökonomische Faktoren wie Inflation, Zinssätze, das Wirtschaftswachstum (BIP), die Handelsbilanz und ausländische Kapitalzuflüsse haben einen direkten Einfluss auf den Wert der indischen Rupie. Ein starkes Wirtschaftswachstum zieht vermehrt internationale Investoren an, was die Nachfrage nach der Rupie steigert. Auch eine weniger negative Handelsbilanz wirkt sich langfristig positiv auf die Währung aus. Besonders höhere Zinssätze – und hier vor allem die Realzinsen, also Zinssätze abzüglich der Inflation – können die Rupie stützen, da sie Indien für ausländische Investoren attraktiver machen. Ein "Risk-on"-Marktumfeld fördert zudem die Zuflüsse von Direkt- und Portfolioinvestitionen (FDI und FII), was ebenfalls die Rupie stärkt.
Eine steigende Inflation, vor allem im Vergleich zu den Handelspartnern Indiens, wirkt sich in der Regel negativ auf die Rupie aus, da dies eine Abwertung durch Überangebot signalisiert. Zudem verteuert Inflation die Exporte, was zu einem verstärkten Verkauf von Rupien führt, um ausländische Importe zu finanzieren – ein negativer Faktor für die Währung. Gleichzeitig reagiert die indische Zentralbank (Reserve Bank of India, RBI) häufig mit Zinserhöhungen auf steigende Inflation, was wiederum die Attraktivität der Rupie für internationale Investoren erhöht und den Kurs stabilisieren kann. Der gegenteilige Effekt tritt bei niedriger Inflation ein.