Das AUD/JPY-Paar handelt im frühen europäischen Handel am Mittwoch im negativen Bereich um 113,25. Der japanische Yen (JPY) wertet gegenüber dem australischen Dollar (AUD) auf, nachdem die Bank of Japan (BoJ) die Zinssätze auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahrzehnten angehoben hat.
Die BoJ beschloss nach Abschluss der zweitägigen geldpolitischen Überprüfung am Dienstag, wie weithin erwartet, den kurzfristigen Zinssatz um 25 Basispunkte (bps) von 0,75 % auf 1,0 % anzuheben.
Gemäß der geldpolitischen Erklärung wird der Vorstand die Leitzinsen weiterhin in Reaktion auf Entwicklungen der wirtschaftlichen Aktivität, der Preise und der finanziellen Bedingungen erhöhen.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) hingegen entschied sich nach ihrer geldpolitischen Sitzung im Juni am Dienstag, den Leitzins (Official Cash Rate - OCR) unverändert bei 4,35 % zu belassen. Dies ist eine Pause nach drei aufeinanderfolgenden Zinserhöhungen um jeweils 25 Basispunkte (bps) zu Beginn dieses Jahres. Trotz der unveränderten Zinssätze signalisierten die Vorstandsmitglieder, dass weitere Zinserhöhungen notwendig sein könnten, um ihre Ziele zu erreichen.
Im Tages-Chart zeigt AUD/JPY eine konstruktive Tendenz, da der Kurs über dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA) bleibt und sich in der oberen Hälfte der Bollinger-Bänder bewegt. Der 14-Perioden Relative Strength Index (RSI) bei rund 48 deutet auf konsolidierende statt überkaufte Bedingungen hin, was darauf schließen lässt, dass Rücksetzer oberhalb der zugrundeliegenden Trendunterstützung begrenzt bleiben könnten.
Auf der Oberseite würde ein nachhaltiger Ausbruch über das mittlere Bollinger-SMA-Band bei 113,58 den Weg in Richtung des Widerstands am oberen Bollinger-Band nahe 114,90 öffnen. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung in der jüngsten Pivot-Zone um 113,23, gefolgt vom unteren Bollinger-Band bei 112,25 und dann dem 100-Tage-SMA nahe 112,00, wo ein tieferer Rückzug Käufer finden müsste, um die vorherrschende Aufwärtsdynamik aufrechtzuerhalten.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.