USD/IDR gewinnt nach zwei Verlusttagen an Boden und handelt während der asiatischen Handelszeiten am Mittwoch um 17.770. Das Paar wertet auf, da die Indonesische Rupiah (IDR) vor Herausforderungen steht, während Händler im Vorfeld der geldpolitischen Entscheidung der Federal Reserve (Fed) später am Tag vorsichtig agieren.
Es wird allgemein erwartet, dass die US-Notenbank eine vorsichtige „Abwarten-und-Beobachten“-Strategie verfolgt und ihren Leitzins im Bereich von 3,50 % bis 3,75 % unverändert lässt. Händler erwarten, dass Fed-Vorsitzender Kevin Warsh während seiner ersten geldpolitischen Sitzung einen hawkischeren Ton anschlägt.
Das Aufwärtspotenzial des USD/IDR-Paares könnte begrenzt sein, da die Risikoaversion nachlässt angesichts wachsender Erwartungen an einen Durchbruch bei einem Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten (US) und dem Iran. Der US-Vizepräsident JD Vance erklärte am Dienstag, dass Präsident Donald Trump möglicherweise eine vorläufige Vereinbarung zur Beendigung des Krieges vorzeitig veröffentlichen könnte, nachdem der Präsident zuvor erklärt hatte, dass der Rahmen bereits unterzeichnet sei.
Unterdessen bestätigte der iranische Außenminister Seyed Abbas Araghchi, dass eine neue Verhandlungsrunde zur Erreichung eines endgültigen, umfassenden Friedensabkommens in der Schweiz beginnen soll.
Die Indonesische Rupiah (IDR) könnte weiteren Herausforderungen gegenüberstehen, da sinkende Devisenreserven die steigenden Kosten der Intervention der Zentralbank verdeutlichen. Dennoch erwarten Händler, dass die Bank Indonesia (BI) am Donnerstag eine hawkische Straffungsneigung beibehält, um die Währung zu verteidigen.
Die Begriffe „Risk-on“ und „Risk-off“ beschreiben die Risikobereitschaft der Anleger. In einer „Risk-on“-Phase sind Investoren bereit, in risikoreichere Anlagen zu investieren, während sie in einer „Risk-off“-Phase sicherere Anlagen bevorzugen.
In „Risk-on“-Phasen steigen die Aktienmärkte, und auch Rohstoffe – abgesehen von Gold – gewinnen an Wert, da sie von einem positiven Wachstumsausblick profitieren. Währungen von rohstoffexportierenden Ländern sowie Kryptowährungen legen zu. In „Risk-off“-Zeiten gewinnen Staatsanleihen an Wert, Gold steigt, und sichere Währungen wie der Japanische Yen, der Schweizer Franken und der US-Dollar werden bevorzugt.
Währungen von rohstoffreichen Ländern wie Australien, Kanada und Neuseeland profitieren in Phasen der Risikobereitschaft („Risk-on“), da Rohstoffe in Zeiten wirtschaftlicher Expansion tendenziell im Preis steigen.
Die Währungen, die in Phasen von „Risk-off“-Stimmungen typischerweise an Wert gewinnen, sind der US-Dollar (USD), der japanische Yen (JPY) und der Schweizer Franken (CHF). Der US-Dollar profitiert in Krisenzeiten von seiner Rolle als Weltreservewährung, da Investoren vermehrt US-Staatsanleihen kaufen, die als besonders sicher gelten. Dies liegt daran, dass es als unwahrscheinlich angesehen wird, dass die größte Volkswirtschaft der Welt zahlungsunfähig wird. Der Yen verzeichnet durch die hohe Nachfrage nach japanischen Staatsanleihen Zuwächse, da ein Großteil dieser Anleihen von inländischen Investoren gehalten wird, die selbst in Krisenzeiten kaum Verkaufsdruck erzeugen. Der Schweizer Franken wird aufgrund strenger Bankgesetze, die den Kapitalschutz verbessern, als sicherer Hafen betrachtet.