Das Paar AUD/USD handelt zum zweiten Tag in Folge mit negativer Tendenz, zeigt jedoch keine bärische Überzeugung und hält sich während der asiatischen Sitzung am Mittwoch über dem Niveau von 0,7050, trotz gemischter Signale.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) behielt am Dienstag einen hawkischen Kurs bei und warnte, dass weitere Zinserhöhungen möglich sind, falls die Inflation hartnäckig hoch bleibt, was dem Australischen Dollar (AUD) Rückenwind verleiht. Zudem untergräbt ein vorläufiges US-Iran-Friedensabkommen den sicheren Hafen US-Dollar (USD) und stützt das Paar AUD/USD. Die Trader scheinen jedoch zögerlich und warten auf die mit Spannung erwartete FOMC-Entscheidung, bevor sie neue Richtungswetten eingehen.
Das Paar AUD/USD behält einen kurzfristig bärischen Ton bei der 0,7085-0,7090er Konfluenz – bestehend aus dem 100-Tage Simple Moving Average (SMA) und dem 38,2% Fibonacci-Retracement des Rückgangs von Mai bis Juni. Hinzu kommt, dass Momentum-Oszillatoren darauf hindeuten, dass ein kurzfristiger Abwärtstrend weiterhin aktiv ist. Der Relative Strength Index (RSI) liegt nahe bei 43, während die Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Linie unter null und der Signallinie bleibt, mit einem leicht negativen Histogramm.
Auf der Oberseite liegt das unmittelbare Hindernis im Bereich der 0,7085-0,7090er Konfluenz, mit weiteren Widerständen beim 50%-Niveau bei 0,7124 und dem 61,8%-Retracement bei 0,7159. Ein nachhaltiger Ausbruch über diese Marken wäre erforderlich, um den aktuellen bärischen Druck zu verringern und das 78,6%-Retracement bei 0,7209 sowie das Swing-Hoch nahe 0,7272 freizulegen. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim 23,6%-Fibo. bei 0,7046, gefolgt vom Monatstief nahe 0,6976, wo ein Durchbruch den breiteren Rückgang verstärken würde.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Die Reserve Bank of Australia (RBA) legt die Geldpolitik des Landes fest und strebt eine Inflationsrate von 2-3 % an. Zinssatzerhöhungen stärken in der Regel den australischen Dollar, während Zinssenkungen ihn schwächen.
Traditionell galt Inflation als nachteilig für Währungen, da sie den Wert des Geldes mindert. In modernen Volkswirtschaften hat sich jedoch gezeigt, dass moderate Inflation zu Zinserhöhungen durch Zentralbanken führt, was wiederum Kapitalzuflüsse aus dem Ausland anzieht. Investoren suchen nach höheren Renditen, was die Nachfrage nach der lokalen Währung – im Fall Australiens den Australischen Dollar – stärkt.
Makroökonomische Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und der Einkaufsmanagerindex (PMI) haben direkten Einfluss auf die Währungen eines Landes. Eine starke Wirtschaft zieht Kapital an und stärkt die heimische Währung.
Quantitative Lockerung (QE) ist ein geldpolitisches Instrument, das in Krisenzeiten eingesetzt wird, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um die Kreditvergabe in der Wirtschaft wieder anzukurbeln. Die Reserve Bank of Australia (RBA) nutzt QE, indem sie australische Dollar druckt, um damit Vermögenswerte – in der Regel Staats- oder Unternehmensanleihen – von Finanzinstituten aufzukaufen. Damit wird den Banken dringend benötigte Liquidität zur Verfügung gestellt. Eine solche Maßnahme führt in der Regel zu einer Abwertung des australischen Dollars.
Quantitative Straffung (QT) stellt das Gegenstück zur quantitativen Lockerung (QE) dar und wird eingeleitet, sobald sich die Wirtschaft erholt und die Inflation wieder anzieht. Während die Reserve Bank of Australia (RBA) im Rahmen der QE Staats- und Unternehmensanleihen aufkauft, um den Finanzmärkten Liquidität zuzuführen, beendet sie bei QT diese Käufe und reinvestiert nicht in fällige Anleihen. Diese geldpolitische Maßnahme wird in der Regel als positiv für den australischen Dollar bewertet.