Das Währungspaar GBP/JPY notiert am frühen Dienstag im europäischen Handel im negativen Bereich nahe 213,15. Der stärker als erwartete Bericht zum japanischen Bruttoinlandsprodukt (BIP) für das erste Quartal (Q1) stützt den japanischen Yen (JPY) und wirkt als Gegenwind für das Paar.
Die Aufmerksamkeit richtet sich auf die später am Dienstag anstehenden Arbeitsmarktdaten aus Großbritannien. Die Arbeitslosenquote wird für März voraussichtlich unverändert bei 4,9 % bleiben, während die Veränderung der Antragstellerzahl im April einen Anstieg um 27,3 erwartet. Jegliche Anzeichen einer Verbesserung des britischen Arbeitsmarktes könnten das Pfund Sterling (GBP) gegenüber dem JPY kurzfristig stärken.
Im Tages-Chart hält sich GBP/JPY über dem 100-Tage-Exponential Moving Average (EMA) und dem unteren Bollinger Band, was den übergeordneten Aufwärtstrend trotz des jüngsten Pullbacks von den Hochs stützt. Der Kurs liegt nun unterhalb der Bollinger-Mittellinie, während der Relative Strength Index (RSI) bei rund 48 auf ein neutrales Momentum nach zuvor überkauften Zuständen hindeutet.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am mittleren Bollinger Band nahe 213,85, wobei das obere Band bei 216,45 als nächstes bullisches Ziel gilt, falls der Kaufdruck wieder anzieht. Auf der Unterseite wird unmittelbare Unterstützung am 100-Tage-EMA bei rund 211,55 gesehen, gefolgt vom unteren Bollinger Band bei 211,22; ein nachhaltiger Bruch unter dieses Cluster würde die aktuelle bullische Tendenz schwächen und eine tiefere Korrektur eröffnen.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.