USD/CHF handelt am Dienstag zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Berichts um 0,7815, ein Tagesplus von 0,46 %, gestützt durch die erneute Nachfrage nach dem US-Dollar (USD) angesichts frischer geopolitischer Spannungen im Nahen Osten.
Das Marktumfeld verschlechtert sich nach Äußerungen des US-Präsidenten Donald Trump, wonach der Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran auf "Lebensunterstützung" stehe. Laut CNN erwägen mehrere Mitglieder seiner Regierung nun ernsthafter eine Wiederaufnahme größerer Militäroperationen. Dieses Umfeld belebt die Zuflüsse in sichere Häfen und stützt den Greenback.
Der US Dollar Index (DXY), der die Performance des US-Dollars gegenüber einem Korb von sechs wichtigen Währungen misst, steigt auf etwa 98,30, ebenfalls gestützt durch zunehmend hawkische Erwartungen hinsichtlich der Geldpolitik der Federal Reserve (Fed).
Die Anleger warten nun auf die Veröffentlichung des US-Verbraucherpreisindex (VPI) für April. Der Konsens erwartet, dass die jährliche Inflation von zuvor 3,3 % auf 3,7 % anzieht, während die Kerninflation von 2,6 % im März auf 2,7 % steigen soll. Stärker als erwartete Zahlen könnten die Erwartungen bestärken, dass die Fed die Zinsen länger auf einem höheren Niveau hält, was den US-Dollar weiter unterstützt.
Auf Schweizer Seite zeigten jüngste Daten, dass die Inflation zum zweiten Mal in Folge gestiegen ist, obwohl sie weiterhin deutlich unter dem 2%-Ziel der Schweizerischen Nationalbank (SNB) liegt. Die jährliche Inflation erreichte im April 0,6 % nach 0,3 % im März, während die Kerninflation auf 0,3 % zurückging.
Ökonomen von MUFG stellen fest, dass der Schweizer Franken (CHF) seit Beginn des Nahostkriegs unterdurchschnittlich performt hat, da die SNB klar signalisiert hat, die Aufwertung der Währung begrenzen zu wollen. SNB-Präsident Martin Schlegel spielte den jüngsten Anstieg der Inflation herunter und erklärte, dass der mittelfristige Preisdruck sich "kaum verändert" habe.
MUFG ist jedoch der Ansicht, dass eine längere Schließung der Straße von Hormus und ein anhaltender Anstieg der Energiepreise die Schweizerische Nationalbank in den kommenden Monaten zu einer restriktiveren Haltung bewegen könnten. Die Geldmärkte beginnen bereits, eine höhere Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der SNB bis zum Jahresende einzupreisen.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Schweizer Franken (CHF) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Schweizer Franken war am stärksten gegenüber dem Britisches Pfund.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | 0.38% | 0.59% | 0.22% | 0.24% | 0.35% | 0.26% | 0.44% | |
| EUR | -0.38% | 0.20% | -0.15% | -0.17% | -0.03% | -0.14% | 0.07% | |
| GBP | -0.59% | -0.20% | -0.36% | -0.38% | -0.25% | -0.34% | -0.15% | |
| JPY | -0.22% | 0.15% | 0.36% | -0.01% | 0.10% | 0.02% | 0.20% | |
| CAD | -0.24% | 0.17% | 0.38% | 0.01% | 0.12% | 0.03% | 0.20% | |
| AUD | -0.35% | 0.03% | 0.25% | -0.10% | -0.12% | -0.08% | 0.09% | |
| NZD | -0.26% | 0.14% | 0.34% | -0.02% | -0.03% | 0.08% | 0.17% | |
| CHF | -0.44% | -0.07% | 0.15% | -0.20% | -0.20% | -0.09% | -0.17% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Schweizer Franken aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als CHF (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.