Das Paar EUR/USD handelt während der frühen europäischen Handelssitzung am Donnerstag in einer engen Spanne um 1,1750. Das wichtige Währungspaar konsolidiert, während die Anleger auf Irans Reaktion auf den einseitigen Friedensplan der Vereinigten Staaten (US) warten, der Teheran die Urananreicherung und die Wiedereröffnung der Straße von Hormus für alle untersagt.
Die globalen Märkte bleiben insgesamt risikofreudig, da Berichte von Axios zeigen, dass sowohl die USA als auch Iran kurz davorstehen, bald eine Einigung zu erzielen. Die S&P-500-Futures notieren im europäischen Handel nahezu unverändert, hatten aber am Mittwoch fast 1,5 % zugelegt.
Der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenback gegenüber sechs wichtigen Währungen abbildet, handelt vorsichtig in der Nähe von 98,00.
In Zukunft werden sich die Anleger auf die Rede der Präsidentin der Europäischen Zentralbank (EZB), Christine Lagarde, und die US-Nonfarm-Payrolls (NFP) für April konzentrieren, die für Freitag geplant sind. Die Anleger werden beiden Ereignissen besondere Aufmerksamkeit schenken, um neue Hinweise auf die geldpolitischen Aussichten der EZB und der US-Notenbank (Fed) zu erhalten.

EUR/USD konsolidiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts um 1,1750. Das Paar bewegt sich seit fast einem Monat nahe dem 20-Perioden-Exponentiellen gleitenden Durchschnitt (EMA), der bei 1,1708 liegt, was einen Seitwärtstrend widerspiegelt.
Der Relative-Stärke-Index (RSI) bleibt im Bereich von 40,00 bis 60,00, was auf Unentschlossenheit unter den Anlegern hinweist.
Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim 20-Tage-EMA nahe 1,1708, und ein Tagesschluss unter diesem Niveau würde auf einen Verlust der kurzfristigen bullischen Kontrolle hindeuten und die Tür für einen tieferen Rücksetzer in Richtung des Hochs vom 1. April bei 1,1627 öffnen. Auf der Oberseite könnte das Paar das Hoch vom 17. April um 1,1850 ansteuern, wenn es gelingt, über das Hoch vom 6. Mai bei 1,1797 auszubrechen.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.