EUR/JPY fällt, da ein stärkerer Yen aufgrund von Interventionsrisiken die Erwartungen an eine Straffung der EZB ausgleicht

Quelle Fxstreet
  • EUR/JPY fällt am Mittwoch auf rund 183,50, belastet durch die erneute Stärke des japanischen Yen.
  • Die Märkte bleiben wachsam gegenüber dem Risiko weiterer Interventionen durch die japanischen Behörden.
  • Die Inflationsdaten der Eurozone verstärken die Erwartungen an eine geldpolitische Straffung durch die Europäische Zentralbank.

EUR/JPY handelt am Mittwoch zum Zeitpunkt der Niederschrift um 183,50 und liegt damit im Tagesverlauf 0,61 % im Minus, da der japanische Yen (JPY) von einer stärkeren Nachfrage profitiert, die durch Befürchtungen einer Intervention der japanischen Behörden am Devisenmarkt ausgelöst wird.

Die Händler bleiben vorsichtig, nachdem letzte Woche von der Bank of Japan (BoJ) veröffentlichte Daten zeigten, dass das Finanzministerium (MOF) möglicherweise rund ¥5,48 Billionen oder fast 35 Milliarden US-Dollar ausgegeben hat, um den japanischen Yen zu stützen, nachdem USD/JPY die psychologische Schwelle von 160,00 überschritten hatte. Mehrere Analysten schätzen zudem, dass der jüngste Rückgang von USD/JPY mit einer weiteren impliziten Intervention der japanischen Behörden in Einklang stehen könnte.

Die Vorsicht der Investoren wird durch Äußerungen der japanischen Finanzministerin Satsuki Katayama weiter verstärkt, die Anfang dieser Woche bekräftigte, dass Tokio bereit bleibe, „entschiedene Maßnahmen“ gegen spekulative Bewegungen am Devisenmarkt zu ergreifen, im Einklang mit dem im vergangenen Jahr mit den Vereinigten Staaten (US) unterzeichneten Abkommen. Ein ehemaliger japanischer Beamter warnte zudem, dass weitere Maßnahmen während der Golden Week Ferienzeit erfolgen könnten.

Dennoch verzichten JPY-Bullen trotz dieser Signale weiterhin darauf, zu aggressive Wetten zu platzieren, da eine offizielle Bestätigung einer jüngsten Intervention der japanischen Behörden fehlt.

Auf europäischer Seite liefern die jüngsten makroökonomischen Daten gemischte Unterstützung für den Euro (EUR). Eurostat berichtete am Mittwoch, dass der Erzeugerpreisindex (PPI) der Eurozone im März auf 2,1 % im Jahresvergleich beschleunigte, nach einem Rückgang von 3 % zuvor und über den Markterwartungen lag. Auf Monatsbasis stieg der Indikator um 3,4 % und verzeichnete damit den stärksten Anstieg seit fast vier Jahren.

Diese Zahlen schüren Sorgen über anhaltenden Inflationsdruck und stärken die Erwartungen an eine Zinserhöhung durch die Europäische Zentralbank (EZB). Bundesbankpräsident Joachim Nagel erklärte am Montag zudem, dass eine Zinserhöhung bereits im Juni möglich bleibe, falls sich der Inflationsausblick nicht rasch verbessere.

Gleichzeitig deuten die Aktivitätsindikatoren weiterhin auf eine wirtschaftliche Abschwächung in der Region hin. Der endgültige HCOB-Einkaufsmanagerindex (EMI) für den Dienstleistungssektor der Eurozone wurde für April leicht auf 47,6 nach oben korrigiert, nach der vorläufigen Schätzung von 47,4, liegt aber weiterhin deutlich unter der Schwelle von 50, die Expansion von Kontraktion trennt. Der zusammengesetzte EMI weist ebenfalls auf eine Kontraktion der Aktivität mit 48,8 hin.

BNY stellte fest, dass diese Kombination aus nachlassender wirtschaftlicher Aktivität und anhaltendem Inflationsdruck die Risiken einer Stagflation in der Region erhöht. Die Bank ist der Ansicht, dass der Euro (EUR) gegenüber seinen wichtigsten Währungspartnern unterdurchschnittlich abschneiden könnte, falls die Märkte beginnen, zu erwarten, dass die EZB die geldpolitische Straffung aufgrund des verlangsamten Wachstums begrenzen muss.

Euro - heute

Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Kanadischer Dollar.

USD EUR GBP JPY CAD AUD NZD CHF
USD -0.51% -0.49% -1.08% -0.01% -0.73% -1.17% -0.46%
EUR 0.51% 0.02% -0.55% 0.51% -0.21% -0.69% 0.05%
GBP 0.49% -0.02% -0.57% 0.50% -0.23% -0.70% 0.06%
JPY 1.08% 0.55% 0.57% 1.08% 0.34% -0.11% 0.66%
CAD 0.01% -0.51% -0.50% -1.08% -0.72% -1.17% -0.43%
AUD 0.73% 0.21% 0.23% -0.34% 0.72% -0.45% 0.29%
NZD 1.17% 0.69% 0.70% 0.11% 1.17% 0.45% 0.74%
CHF 0.46% -0.05% -0.06% -0.66% 0.43% -0.29% -0.74%

Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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