Der Devisenexperte Bob Savage von BNY hebt hervor, dass mutmaßliche Interventionen am Devisenmarkt eine kräftige Erholung des japanischen Yen ausgelöst haben. Das Finanzministerium habe signalisiert, sowohl am Währungsmarkt als auch bei Rohöl-Futures eingreifen zu können. Im Fokus stehen nun zentrale Marken beim USD/JPY-Kurs im Bereich von 155 bis 158, da die Behörden der Yen-Schwäche entgegenwirken wollen.
„Die neue Entwicklung dreht sich um die Devisenmarktintervention zur Stützung des Yen gestern und möglicherweise auch heute; allerdings hat dies die Märkte kaum bewegt, abgesehen davon, dass sich die Währung im Vergleich zu anderen neu ausgerichtet hat.“
„Yen-Intervention: Die Bank of Japan hat vermutlich rund 34,5 Milliarden Dollar eingesetzt, um den Yen gestern von 160 auf 156 zu bewegen – der erste Eingriff seit Juli 2024. ‚Ich werde nicht kommentieren, was wir als Nächstes tun werden. Aber ich kann sagen, dass in Japan gerade die Feiertage zur Goldenen Woche begonnen haben‘, sagte Vize-Finanzminister Atsushi Mimura auf Nachfrage von Reportern, ob Tokio erneut am Devisenmarkt eingreifen könnte.“
„Im Fokus möglicher Maßnahmen stehen nun die Marken von 155 und 158 nach der überraschenden Aktion vom Vortag. Die Entwicklung des Yen im Verhältnis zum Yuan und Won sowie eine nachlassende Dollar-Nachfrage im asiatisch-pazifischen Raum werden in der kommenden Woche genau beobachtet.“
„Der japanische Vize-Finanzminister Atsushi Mimura erklärte, das Ministerium sei ‚bereit zu handeln, auch im Hinblick auf Transaktionen mit Rohöl-Futures‘. Diese jüngste Warnung vor möglichen Eingriffen in die Finanzmärkte erfolgte, nachdem der Yen im späten Tokioter Handel am Freitag nach einer zwischenzeitlichen Pause weiter aufwertete und damit die durch mutmaßliche staatliche Intervention ausgelösten Gewinne ausbaute.“