Das Paar EUR/USD zieht nach einem moderaten Anstieg in der asiatischen Sitzung auf mittlere 1,1700er einige Intraday-Verkäufer an und schließt einen Großteil der bullischen Kurslücke zu Beginn der neuen Woche. Die Kassakurse schaffen es jedoch, über der runden Marke von 1,1700 zu bleiben, was vor einer Positionierung für eine Fortsetzung des Rücksetzers vom Freitag vom eineinhalb Wochen Hoch zur Vorsicht mahnt.
Aus technischer Sicht hält das Paar EUR/USD eine moderate bullishe Tendenz, da es über dem 200-Perioden Simple Moving Average (SMA) auf der 4-Stunden-Chart notiert, was darauf hindeutet, dass Rücksetzer vorerst absorbiert werden. Gleichzeitig liegt der Relative Strength Index (RSI) nahe 53 Punkten, was auf ein leicht positives, aber nicht überdehntes Momentum hinweist, während der Moving Average Convergence Divergence (MACD) Indikator leicht im positiven Bereich verbleibt. Dies deutet darauf hin, dass Aufwärtsdruck vorhanden ist, aber noch nicht impulsiv ist.
Der Rücksetzer vom Freitag macht es jedoch ratsam, auf eine nachhaltige Stärke und eine Bestätigung über dem Bereich von 1,1750 oder dem 23,6% Fibonacci-Retracement des März-April-Anstiegs zu warten, bevor man sich für weitere Gewinne positioniert. Ein anschließendes Hindernis liegt im Bereich des jüngsten Zyklushochs bei 1,1847.
Auf der Unterseite wird erste Unterstützung beim 38,2%-Retracement um 1,1692 gesehen, gefolgt von einer wichtigen Konfluenzzone, die sich aus dem 200-Perioden-SMA bei 1,1648 und dem 50,0%-Retracement bei 1,1644 bildet. Ein tieferer Rücksetzer könnte dann das 61,8%-Niveau bei 1,1596 anvisieren, gefolgt von 1,1528 und 1,1441.
(Die technische Analyse dieser Meldung wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.
Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.
Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.
Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.
Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.