Das Währungspaar AUD/JPY verliert im frühen europäischen Handel am Montag bei rund 112,95 an Boden. Der australische Dollar (AUD) schwächt sich gegenüber dem japanischen Yen (JPY) ab, da die Unsicherheit im Zusammenhang mit den Spannungen im Nahen Osten und der Schließung der Straße von Hormus sichere Häfen begünstigt.
US-Präsident Donald Trump kündigte laut CNN an, dass die USA ab Montag Schiffe durch die Straße von Hormus begleiten werden. Unterdessen warnte der iranische Beamte Ebrahim Azizi, dass dieser Plan eine Verletzung des Waffenstillstands darstelle.
Andererseits erwarten die Märkte, dass die Reserve Bank of Australia (RBA) am Dienstag die dritte Zinserhöhung in Folge vornimmt. Haupttreiber ist ein deutlicher Anstieg der Gesamtinflation im März, ausgelöst durch globale Energieschocks und die Spannungen im Nahen Osten.
Im Tages-Chart behält AUD/JPY eine konstruktive bullische Tendenz bei, da der Kurs deutlich oberhalb des 100-Tage Exponential Moving Average (EMA) notiert und den übergeordneten Aufwärtstrend trotz des jüngsten Rücksetzers von den jüngsten Höchstständen intakt hält. Der Kurs handelt zudem oberhalb des unteren Bollinger Bands, während der Relative Strength Index (RSI) bei 50,8 auf neutralem Terrain zurückgegangen ist, was eher auf eine Konsolidierungsphase als auf eine klare Umkehr hindeutet.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand am 20-Tage Bollinger-Mittelband bei 113,40. Ein nachhaltiger Ausbruch über dieses Pivot-Level würde das Hoch vom 28. April bei 114,72 freilegen, mit dem nächsten bullischen Ziel am oberen Bollinger Band nahe 115,18. Auf der Unterseite wird die unmittelbare Unterstützung um die psychologische Marke von 112,00 gesehen, gefolgt vom unteren Bollinger Band bei 111,65; eine tiefere Korrektur in Richtung des 100-Tage-EMA bei 109,37 wäre weiterhin mit einer übergeordneten bullischen Struktur vereinbar und würde eine potenziell stärkere Nachfragezone bieten.
(Die technische Analyse dieser Story wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.