Das Währungspaar GBP/USD hat Schwierigkeiten, einen moderaten Anstieg während der asiatischen Sitzung in der Nähe von 1,3500 zu nutzen, hält sich jedoch über dem 100-Tage-Simple Moving Average (SMA). Die Kassapreise notieren derzeit im Bereich von 1,3475 bis 1,3480 und bleiben damit nahezu unverändert zum Tagesverlauf, während Händler auf das Ereignis der Bank of England (BoE) und die US-Inflationsdaten als neuen Impuls warten.
Die britische Zentralbank wird voraussichtlich später heute ihre geldpolitische Entscheidung bekanntgeben und erwartet, die Zinssätze unverändert zu lassen. Die aktuelle Marktbewertung deutet jedoch auf eine größere Wahrscheinlichkeit von zwei Zinserhöhungen im Jahr 2026 hin, angesichts von Inflationsrisiken, die durch den kriegsbedingten Anstieg der Energiepreise entstehen. Daher wird der Fokus auf der begleitenden geldpolitischen Erklärung und der Pressekonferenz nach der Sitzung liegen, bei der die Äußerungen von BoE-Gouverneur Andrew Bailey auf Hinweise zum Zinsverlauf genau analysiert werden. Der Ausblick wird wiederum eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung des Britischen Pfunds (GBP) spielen.
Händler werden zudem auf den US-Preisindex für persönliche Konsumausgaben (PCE) achten, der dem GBP/USD-Paar später heute weiteren bedeutenden Auftrieb geben sollte. In der Zwischenzeit könnte die hawkische Haltung der US-Notenbank (Fed) zusammen mit der Pattsituation zwischen den USA und Iran weiterhin als Rückenwind für den US-Dollar (USD) wirken und den Aufwärtstrend des Währungspaars begrenzen. Die Entscheidung der Fed, die Zinssätze am Mittwoch unverändert zu lassen, führte zu der höchsten Anzahl von Dissens seit 1992, wobei drei Entscheidungsträger gegen den akkommodierenden Ton in der geldpolitischen Erklärung stimmten.
Händler reduzierten schnell ihre Wetten auf weitere Lockerungen der Fed im Jahr 2026; stattdessen preisen sie nun eine über 10%ige Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bis zum Jahresende ein. Auf geopolitischer Ebene lehnte US-Präsident Donald Trump den neuen Vorschlag Irans zur Beendigung des zweimonatigen Konflikts ab und bekräftigte, dass es keinen Friedensvertrag mit der Islamischen Republik geben werde, solange diese nicht auf ihr Atomprogramm verzichte. Trump fügte hinzu, dass die maritime Blockade iranischer Häfen fortgesetzt werde, was die geopolitischen Risiken aufrechterhält. Dies begünstigt wiederum die USD-Bullen und dürfte den Spielraum für das Währungspaar GBP/USD begrenzen.
Andrew Bailey ist Gouverneur der Bank of England. Er hat sein Amt am 16. März 2020, am Ende der Amtszeit von Mark Carney, angetreten. Bailey diente als Chief Executive der Financial Conduct Authority, bevor er ernannt wurde. Dieser britische Zentralbanker war auch von April 2013 bis Juli 2016 stellvertretender Gouverneur der Bank of England und von Januar 2004 bis April 2011 Chief Cashier der Bank of England.
Mehr lesenNächste Veröffentlichung: Do Apr. 30, 2026 11:30
Häufigkeit: Unregelmäßig
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Quelle: Bank of England