EUR/USD bleibt im Tagesverlauf negativ, aber unverändert, da die Federal Reserve bei der letzten Sitzung unter Jerome Powell als Fed-Vorsitzendem die Zinsen unverändert ließ. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts notiert das Paar bei rund 1,1670 und liegt damit 0,48 % im Minus, während die Aufmerksamkeit auf Powells Pressekonferenz gerichtet ist.
In ihrer geldpolitischen Erklärung gab die Fed bekannt, dass die Wirtschaft solide bleibt und die Arbeitslosenquote „in den letzten Monaten kaum verändert“ sei. Die Zentralbank räumte ein, dass die Inflation erhöht ist, was auf die hohen Energiepreise zurückzuführen ist, die durch den Krieg im Iran angeheizt werden.
Das FOMC erklärte, dass „Entwicklungen im Nahen Osten zu einem hohen Maß an Unsicherheit hinsichtlich des wirtschaftlichen Ausblicks beitragen“ und dass beide Seiten des Mandats berücksichtigt würden.
Bezüglich der Abstimmung gab es ein Ergebnis von 8 zu 4, wobei Fed-Gouverneur Stephen Miran für eine Zinssenkung stimmte. Im Gegensatz dazu stimmten Beth Hammack, Neel Kashkari und Lorie Logan dagegen, zum jetzigen Zeitpunkt eine Lockerungstendenz in die Erklärung aufzunehmen.
Nun bereiten sich die Märkte auf die geldpolitische Sitzung des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell um 18:30 GMT vor.
EUR/USD fällt unter 1,1680, da die Erklärung als leicht hawkisch wahrgenommen wird, wobei drei FOMC-Mitglieder gegen die Aufnahme einer Lockerungstendenz stimmten.

Die Federal Reserve (Fed) steuert die US-Geldpolitik mit zwei klaren Zielen: Preisstabilität und Vollbeschäftigung. Dabei nutzt die Notenbank Zinssätze als Hauptinstrument. Höhere Zinsen stärken den US-Dollar, da sie die USA für internationale Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Greenback.
Die Federal Reserve (Fed) hält jährlich acht geldpolitische Sitzungen ab, bei denen das Federal Open Market Committee (FOMC) die wirtschaftliche Lage beurteilt und geldpolitische Entscheidungen trifft. Das FOMC besteht aus zwölf Mitgliedern – den sieben Mitgliedern des Gouverneursrats, dem Präsidenten der Federal Reserve Bank of New York und vier der elf übrigen regionalen Notenbankpräsidenten, die auf Jahresbasis rotieren.
In Zeiten schwerer Wirtschaftskrisen, wie etwa 2008 während der Finanzkrise, greift die Federal Reserve oft auf QE zurück. Dies bedeutet, dass die Fed massiv Anleihen kauft, um Liquidität bereitzustellen. Diese expansive Geldpolitik schwächt den Dollar, da das zusätzliche Geld die Währung verwässert und das Vertrauen der Investoren mindert.
Quantitative Straffung (QT) ist der umgekehrte Prozess von QE, bei dem die US-Notenbank aufhört, Anleihen von Finanzinstituten zu kaufen und das Kapital aus fällig werdenden Anleihen nicht reinvestiert, um neue Anleihen zu kaufen. Dies wirkt sich in der Regel positiv auf den Wert des US-Dollars aus.