AUD/USD beendet eine dreitägige Gewinnserie und notiert während der asiatischen Handelszeiten am Donnerstag nahe 0,7030. Das risikosensitive Paar schwächt sich ab, da der Australische Dollar (AUD) unter Druck gerät angesichts nachlassenden Optimismus, wobei Berichte darauf hindeuten, dass der 10-Punkte-Rahmen keine vollständige Verpflichtung beider Seiten aufweist, was das Abkommen fragil und unvollständig lässt.
Der Nahostkonflikt, der sich nun im zweiten Monat befindet, hat jedoch die Energiepreise steigen lassen und die Inflationsrisiken erhöht, was die Erwartungen bestärkt, dass die globalen Zentralbanken die Geldpolitik länger straff halten könnten.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) hat die Zinsen bereits um 50 Basispunkte auf 4,10 % angehoben angesichts anhaltend hoher Inflation. Die Märkte rechnen nun mit einer weiteren Erhöhung im Mai, wobei die Zinsen bis zum Jahresende 4,61 % erreichen sollen.
Nach Angaben von Reuters erklärten iranische Beamte, dass die jüngsten Entwicklungen die Bedingungen des weniger als einen Tag alten Waffenstillstands verletzen und es als „unvernünftig“ ansehen, Gespräche über eine dauerhafte Vereinbarung mit den Vereinigten Staaten (USA) fortzusetzen.
Die Warnung des iranischen Chefunterhändlers und Parlamentspräsidenten Mohammed Bager Qalibaf unterstreicht die anhaltende regionale Volatilität. Die Islamische Revolutionsgarde Irans (IRGC) behauptete zudem, dass der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus nach Ausweitung der israelischen Angriffe im Libanon zum Erliegen gekommen sei.
Trader warten auf den US-Verbraucherpreisindex (VPI) für März, der am Freitag veröffentlicht wird. Die Gesamtinflation wird voraussichtlich auf 3,3 % im Jahresvergleich (YoY) steigen, nach 2,4 %, angetrieben durch höhere Ölpreise im Zuge des Nahostkonflikts.
Der australische Dollar wird maßgeblich von den Zinssätzen der Reserve Bank of Australia sowie den Preisen von Rohstoffen wie Eisenerz beeinflusst, die für die australische Wirtschaft von großer Bedeutung sind. Auch die Entwicklungen in China, dem größten Handelspartner Australiens, spielen eine wichtige Rolle.
Die Reserve Bank of Australia (RBA) beeinflusst den Australischen Dollar (AUD), indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Das Ziel der RBA ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 2-3 % zu halten. Hohe Zinssätze im Vergleich zu anderen wichtigen Zentralbanken stützen den AUD, während niedrige Zinssätze ihn schwächen können. Quantitative Lockerungsmaßnahmen wirken in der Regel negativ auf den AUD, während quantitative Straffungsmaßnahmen ihn stärken.
China ist Australiens wichtigster Handelspartner, daher hat die wirtschaftliche Entwicklung in China einen direkten Einfluss auf den Wert des Australischen Dollars (AUD). Läuft die chinesische Wirtschaft gut, steigt die Nachfrage nach australischen Rohstoffen, Gütern und Dienstleistungen, was den AUD stärkt. Schwächelt die chinesische Konjunktur, sinkt die Nachfrage, und der Wert des AUD fällt. Überraschungen bei den Wachstumsdaten aus China – sowohl positive als auch negative – haben deshalb häufig unmittelbare Auswirkungen auf den Wechselkurs des Australischen Dollars und seiner Währungspaare.
Eisenerz ist der wichtigste Export Australiens und erzielte 2021 laut offiziellen Angaben Einnahmen von 118 Milliarden US-Dollar. China ist dabei der größte Abnehmer. Die Preisentwicklung von Eisenerz wirkt sich daher direkt auf den australischen Dollar (AUD) aus: Steigt der Preis, erhöht sich meist auch der Wert des AUD, da die Nachfrage nach der Währung zunimmt. Fällt der Preis, wirkt sich das negativ auf den AUD aus. Höhere Eisenerzpreise begünstigen zudem ein positives Handelsbilanzsaldo Australiens, was sich ebenfalls stützend auf die Landeswährung auswirkt.
Die Handelsbilanz, also die Differenz zwischen den Einnahmen eines Landes aus Exporten und den Ausgaben für Importe, ist ein weiterer wesentlicher Faktor, der den Wert des australischen Dollars beeinflussen kann. Wenn Australien stark nachgefragte Exportgüter produziert, steigt der Wert der Landeswährung aufgrund der höheren Nachfrage aus dem Ausland. Eine positive Handelsbilanz stärkt den australischen Dollar, während ein Handelsbilanzdefizit gegenteilige Auswirkungen hat.