Der NZD/USD legte am Mittwoch deutlich zu, gestützt durch eine doppelte Wirkung. Die Deeskalation des Nahostkonflikts und hawkische Äußerungen der RBNZ-Gouverneurin Anna Breman nach der geldpolitischen Sitzung der Bank. Zum Zeitpunkt der Niederschrift notiert das Paar bei 0,5816 nach einer Erholung von den Tagestiefs bei 0,5715.
Aus technischer Sicht steht der NZD/USD vor einer Konsolidierung, nachdem er ein Zwei-Wochen-Hoch von 0,5859 erreicht hat, jedoch gelang es nicht, die Gewinne über dem 200-Tage Simple Moving Average (SMA) bei 0,5849 zu halten, was einen weiteren Rückgang unter 0,5800 verschärfen könnte.
Dennoch hat sich das Momentum in Richtung bullisch gedreht, wobei der Relative Strength Index (RSI) über sein neutrales Niveau von 50 anstieg, was darauf hindeutet, dass die Käufer an Stärke gewinnen.
Sollte das Paar den 100-Tage-SMA bei 0,5840 zurückerobern, wird unmittelbar der 200-Tage-SMA bei 0,5859 freigelegt. Sobald diese Niveaus überwunden sind, ist eine Rallye in Richtung 0,5900 möglich. Ein Ausbruch darüber aktiviert den 50-Tage-SMA bei 0,5904, gefolgt vom Hoch vom 10. März bei 0,5964.
Auf der anderen Seite, falls der NZD/USD unter 0,5800 fällt, wird er bei dem 20-Tage-SMA bei 0,5784 auf frisches Kaufinteresse stoßen. Der Bruch der Unterstützung ebnet den Weg für einen Test des Tagestiefs vom 8. April bei 0,5715, vor der Marke von 0,5700.

Der neuseeländische Dollar wird stark durch die Gesundheit der neuseeländischen Wirtschaft sowie den Einfluss Chinas, des größten Handelspartners des Landes, geprägt. Auch die Preise für Milchprodukte, Neuseelands wichtigstem Export, spielen eine zentrale Rolle.
Die Reserve Bank of New Zealand (RBNZ) strebt eine Inflationsrate von 1-3 % an und setzt entsprechende Zinssätze fest. Bei hoher Inflation erhöht die RBNZ die Zinsen, um die Wirtschaft abzukühlen, was den Neuseeland-Dollar (NZD) stützt. Niedrige Zinsen hingegen schwächen den NZD. Auch die Zinsdifferenz zu den USA spielt eine wichtige Rolle im Währungspaar NZD/USD.
Die Veröffentlichung makroökonomischer Daten in Neuseeland ist ein entscheidender Indikator für den Zustand der Wirtschaft und hat direkte Auswirkungen auf den Wert des neuseeländischen Dollars (NZD). Eine robuste Wirtschaft, geprägt von starkem Wachstum, niedriger Arbeitslosigkeit und hoher Zuversicht, wirkt sich positiv auf den NZD aus. Ein solides Wirtschaftswachstum zieht ausländische Investitionen an und könnte die Reserve Bank of New Zealand dazu bewegen, die Zinssätze anzuheben – insbesondere, wenn diese Dynamik mit einem Anstieg der Inflation einhergeht. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen könnten den NZD unter Druck setzen und zu einer Abwertung führen.
Der neuseeländische Dollar (NZD) zeigt typischerweise Stärke in Phasen eines "Risk-on"-Marktumfelds, wenn Anleger von einem geringen Risiko und positiven Wachstumsaussichten ausgehen. In solchen Zeiten profitieren Rohstoffe und sogenannte Rohstoffwährungen wie der Kiwi von einer optimistischeren Einschätzung. Im Gegenzug gerät der NZD in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit oder Marktturbulenzen unter Druck, da Investoren vermehrt risikoreiche Anlagen abstoßen und sich in stabilere, sichere Häfen zurückziehen.