EUR/USD rutscht unter 1,1500 bei Anstieg des USD; Fokus bleibt auf den Sitzungen der Zentralbanken

Quelle Fxstreet
  • EUR/USD zieht frische Verkäufer an, da reduzierte Wetten auf Zinssenkungen der Fed die USD-Nachfrage wiederbeleben.
  • Bedenken hinsichtlich der Energiekrise untergraben den Euro und tragen dazu bei, das Paar zu begrenzen.
  • Die Abwärtsbewegung scheint vor den geldpolitischen Entscheidungen der FOMC/ECB später in dieser Woche abgefedert zu sein.

Das EUR/USD-Paar hat Schwierigkeiten, die Erholungsbewegung vom Vortag aus dem Bereich von 1,1415-1,1410 oder aus der Nähe des niedrigsten Niveaus seit Juli 2025 zu kapitalisieren und tendiert während der asiatischen Sitzung am Dienstag nach unten. Die Spotpreise handeln derzeit knapp unter der psychologischen Marke von 1,1500, obwohl die Abwärtsbewegung vor den wichtigen Risiken der Zentralbankereignisse abgefedert zu sein scheint.

Die US-Notenbank (Fed) wird am Ende einer zweitägigen Sitzung am Mittwoch ihre geldpolitische Entscheidung bekannt geben, gefolgt von der Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag. Die Entscheidungsträger haben mit der Aussicht auf erneute inflationäre Druckverhältnisse aufgrund eines starken Anstiegs der Rohölpreise seit dem Ausbruch des Krieges im Iran zu kämpfen. Daher wird der geldpolitische Ausblick eine Schlüsselrolle bei der Bestimmung der kurzfristigen Entwicklung des EUR/USD-Paares spielen.

In der Zwischenzeit unterstützen Wetten, dass die Fed die Zinssenkungen verzögern könnte, den US-Dollar (USD), um einige Käufe bei Rücksetzern anzuziehen und den nächtlichen Rückgang von seinem höchsten Stand im Mai 2025 zu stoppen. Die Gemeinschaftswährung hingegen wird durch die Sorgen, dass hohe Rohölpreise das Wirtschaftswachstum in der Eurozone belasten könnten, untergraben, da die Region stark von importierter Energie abhängig ist. Dies wirkt sich wiederum als Gegenwind für das EUR/USD-Paar aus und rechtfertigt Vorsicht für bullische Händler.

Unterdessen wiederholte US-Präsident Donald Trump seinen Aufruf an die Nationen, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormuz wieder zu öffnen. Dies führt zu einer moderaten Erholung der globalen Risikostimmung, die sich in einem positiven Ton an den Aktienmärkten zeigt und möglicherweise eine signifikante Aufwertung des sicheren Hafens Greenback begrenzt. Daher ist es ratsam, auf starke Anschlussverkäufe zu warten, bevor man sich für die Wiederaufnahme des Abwärtstrends des EUR/USD-Paares positioniert.

Euro - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Der Euro ist die Währung der 19 Länder der Europäischen Union, die zur Eurozone gehören. Nach dem US-Dollar ist er die am zweithäufigsten gehandelte Währung der Welt. Im Jahr 2022 machte er 31 % aller Devisentransaktionen aus, mit einem durchschnittlichen Tagesumsatz von über 2,2 Billionen US-Dollar pro Tag. Der EUR/USD ist das am meisten gehandelte Währungspaar der Welt und macht schätzungsweise 30 % aller Transaktionen aus. Es folgen der EUR/JPY mit 4 %, der EUR/GBP mit 3 % und der EUR/AUD mit 2 %.

Die Europäische Zentralbank (EZB) in Frankfurt, Deutschland, ist die Zentralbank der Eurozone. Sie legt die Zinssätze fest und steuert die Geldpolitik. Das Hauptziel der EZB ist die Preisstabilität, was entweder die Kontrolle der Inflation oder die Förderung des Wachstums bedeutet. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anhebung oder Senkung der Zinssätze. Relativ hohe Zinssätze oder die Erwartung höherer Zinssätze stärken in der Regel den Euro und umgekehrt. Der EZB-Rat trifft geldpolitische Entscheidungen in acht Sitzungen pro Jahr. Diese werden von den Leitern der nationalen Zentralbanken der Eurozone und sechs ständigen Mitgliedern, darunter EZB-Präsidentin Christine Lagarde, getroffen.

Die Inflation in der Eurozone, gemessen am harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI), ist ein entscheidender Faktor für den Euro. Übertrifft die Inflation die Erwartungen und das Ziel von 2 % der Europäischen Zentralbank (EZB), wird die EZB wahrscheinlich die Zinsen anheben müssen, um die Preisstabilität zu sichern. Höhere Zinsen im Vergleich zu anderen Währungsräumen machen den Euro attraktiver für globale Investoren und stärken somit die Währung.

Veröffentlichungen von Wirtschaftsdaten beeinflussen die Gesundheit der Wirtschaft und somit den Euro. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI), Beschäftigungszahlen und Konsumentenstimmung geben Hinweise auf die Entwicklung der gemeinsamen Währung. Eine starke Wirtschaft stützt den Euro, da sie ausländische Investitionen anzieht und möglicherweise die Europäische Zentralbank (EZB) zu Zinserhöhungen bewegt. Schwache Daten hingegen lassen den Euro oft fallen. Besonders relevant sind hierbei die Daten der vier größten Volkswirtschaften des Euroraums – Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien –, die rund 75 % der Eurozonen-Wirtschaft ausmachen.

Ein entscheidender Faktor für den Euro ist die Handelsbilanz, die den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe eines Landes über einen bestimmten Zeitraum misst. Wenn ein Land gefragte Exportgüter herstellt, erhöht sich die Nachfrage nach seiner Währung, da ausländische Käufer diese Waren erwerben wollen. Eine positive Handelsbilanz stärkt somit den Euro, während ein Handelsdefizit die Währung unter Druck setzen kann.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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