Pfund Sterling gewinnt über 1,3500 an Stärke amid Tarifverwirrung

Quelle Fxstreet
  • GBP/USD stärkt sich auf fast 1,3520 im asiatischen Handel am Montag. 
  • Verwirrung um die US-Handelspolitik belastet den US-Dollar. 
  • Die Einzelhandelsumsätze im Vereinigten Königreich übertreffen die Prognosen im Januar. 

Das GBP/USD-Paar gewinnt im frühen asiatischen Handel am Montag an Fahrt und nähert sich 1,3520. Der US-Dollar (USD) sieht sich Verkaufsdruck gegenüber dem Cable ausgesetzt, da die Unsicherheit über Zölle anhält. Händler werden weitere Hinweise aus dem US-Erzeugerpreisindex (EPI) für Januar aufnehmen, der später am Freitag veröffentlicht wird. 

Der Oberste Gerichtshof der USA hat am Freitag Trumps Zölle als illegal und als Überschreitung seiner Befugnisse aufgehoben. Trump hat darauf reagiert, indem er das Gericht angegriffen und eine pauschale Abgabe von 15% auf Importe verhängt hat. Reuters berichtete, dass Trumps Ersatz-Zölle für 150 Tage gelten und es unklar ist, ob die USA den Importeuren Rückerstattungen für bereits gezahlte Abgaben schulden, da der Oberste Gerichtshof zu diesem Thema keine Entscheidung getroffen hat. 

„Es schwächt den Dollar in dem Sinne, dass es potenziell das Wachstum außerhalb der USA begünstigt“, sagte Sim Moh Siong, Währungsstratege bei OCBC Bank in Singapur.

Die stärker als erwarteten Wirtschaftsdaten aus dem Vereinigten Königreich bieten dem Pfund Sterling (GBP) gegenüber dem Greenback etwas Unterstützung. Die Einzelhandelsumsätze im Vereinigten Königreich stiegen im Januar um 1,8% gegenüber dem Vormonat, nach einem Anstieg von 0,4% zuvor, so das Office for National Statistics (ONS) am Freitag. Diese Zahl lag über dem Marktkonsens von einem Anstieg von 0,2%. Im Jahresvergleich stiegen die Einzelhandelsumsätze im Januar um 4,5% im Vergleich zu einem Anstieg von 1,9% zuvor (revidiert von 2,5%), besser als die Schätzung eines Anstiegs von 2,8%. 

Die Aufmerksamkeit wird sich auf den US-EPI-Bericht für Januar am Freitag richten. Der Gesamt- und Kern-EPI wird voraussichtlich einen Anstieg von 0,3% im Januar zeigen. Jegliche Anzeichen von höherer Inflation in den USA könnten den USD stärken und kurzfristig Gegenwind für das Hauptpaar erzeugen. 

Pfund Sterling - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.

Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.

Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.

Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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