Kanadischer Dollar stärkt sich auf fast 1,3700 aufgrund höherer Rohölpreise

Quelle Fxstreet
  • USD/CAD schwächt sich auf etwa 1,3695 im asiatischen Handel am Donnerstag. 
  • Geringere kanadische Inflation erhöht die Wetten auf Zinssenkungen der BoC. 
  • FOMC-Protokolle belebten die Spekulation über mögliche Zinserhöhungen, falls die Inflation hoch bleibt. 

Das Paar USD/CAD verliert während der asiatischen Handelsstunden am Donnerstag auf etwa 1,3695, belastet durch höhere Rohölpreise. Dennoch haben die schwächeren kanadischen Inflationsdaten die Aussichten erhöht, dass die Bank of Canada (BoC) ihre Zinssenkungskampagne wieder aufnehmen könnte, was den kanadischen Dollar (CAD) gegenüber dem Greenback belasten könnte.

Die Rohölpreise erholen sich angesichts anhaltender Spannungen zwischen den USA und dem Iran. Dies wiederum stützt den rohstoffgebundenen Loonie. Es ist erwähnenswert, dass Kanada ein großes Ölexportland ist und höhere Rohölpreise in der Regel einen positiven Einfluss auf den CAD haben. 

Die Inflation des Verbraucherpreisindex (VPI) in Kanada ging im Januar auf 2,3% im Jahresvergleich zurück, nach 2,4% im Dezember, wie Statistics Canada am Dienstag mitteilte. Diese Zahl lag unter dem Marktkonsens von 2,4%. Dieser Bericht untermauerte die Annahme, dass die BoC den Leitzins erneut senken wird, was den CAD nach unten ziehen und als Rückenwind für das Paar wirken könnte. 

Andererseits könnten die hawkischen FOMC-Protokolle aus der Sitzung im Januar dem US-Dollar (USD) kurzfristig etwas Unterstützung bieten. Mehrere Entscheidungsträger sagten, dass die Federal Reserve (Fed) die Zinsen erhöhen müsse, wenn die Inflation hartnäckig hoch bleibt.

Am Freitag werden die Händler weitere Hinweise aus der vorläufigen Schätzung des US-Bruttoinlandsprodukts (BIP) für das vierte Quartal (Q4) sowie den Berichten zum Preisindex der persönlichen Verbrauchsausgaben (PCE) und dem Einkaufsmanagerindex (PMI) von S&P Global erhalten. 

Kanadischer Dollar - Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Die Schlüsselfaktoren, die den kanadischen Dollar beeinflussen, sind vor allem die Zinspolitik der Bank of Canada, der Ölpreis als Hauptexportgut sowie die gesamtwirtschaftliche Lage des Landes. Auch das wirtschaftliche Verhältnis zu den USA spielt eine entscheidende Rolle.

Die Bank of Canada (BoC) übt erheblichen Einfluss auf den Kanadischen Dollar (CAD) aus, indem sie den Zinssatz festlegt, zu dem Banken sich gegenseitig Geld leihen. Dies wirkt sich auf die allgemeinen Zinssätze im gesamten Wirtschaftskreislauf aus. Das Hauptziel der BoC ist es, die Inflation durch Zinssatzanpassungen im Bereich von 1-3 % zu halten. Höhere Zinssätze wirken in der Regel stützend für den CAD, während quantitative Lockerungsmaßnahmen tendenziell eine abschwächende Wirkung auf die Währung haben.

Der Ölpreis spielt eine zentrale Rolle für den Wert des kanadischen Dollars. Als Kanadas wichtigstes Exportgut beeinflussen Preisschwankungen bei Erdöl den CAD unmittelbar. Steigt der Ölpreis, gewinnt auch der kanadische Dollar an Wert, da die Nachfrage nach der Währung steigt. Fällt der Ölpreis, gilt das Gegenteil. Hohe Ölpreise führen zudem häufig zu einer positiven Handelsbilanz, was den CAD zusätzlich stützt.

Inflation wurde traditionell als Bedrohung für Währungen angesehen, da sie deren Kaufkraft schmälert. Doch in einer globalisierten Welt mit gelockerten Kapitalverkehrskontrollen zeigt sich ein anderes Bild: Höhere Inflation zwingt Zentralbanken oft dazu, die Zinssätze anzuheben. Dies wiederum lockt internationale Investoren an, die nach attraktiven Anlagemöglichkeiten suchen, was die Nachfrage nach der heimischen Währung erhöht – wie im Fall des kanadischen Dollars.

Makroökonomische Datenveröffentlichungen dienen als Barometer für die wirtschaftliche Gesundheit und können den kanadischen Dollar spürbar beeinflussen. Indikatoren wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), die Einkaufsmanagerindizes (PMI) für das verarbeitende Gewerbe und den Dienstleistungssektor, Beschäftigungszahlen sowie Konsumentenstimmungsumfragen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Eine robuste wirtschaftliche Lage stärkt den kanadischen Dollar. Sie lockt nicht nur vermehrt ausländische Investitionen an, sondern könnte die Bank of Canada dazu veranlassen, die Zinsen anzuheben, was den CAD weiter stützt. Schwache Wirtschaftsdaten hingegen dürften zu einer Abwertung der Währung führen.

Haftungsausschluss: Nur zu Informationszwecken. Die bisherige Performance ist kein verlässlicher Indikator für zukünftige Ergebnisse.
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