Die GBP/USD-Paarung startet die neue Woche auf einem gedämpften Niveau und schwankt während des asiatischen Handels in einer engen Spanne, knapp unterhalb der mittleren 1,3600er-Marke. Darüber hinaus rechtfertigt der gemischte fundamentale Hintergrund eine gewisse Vorsicht für aggressive Händler, da der Marktfokus nun auf die wichtigen Veröffentlichungen dieser Woche aus dem Vereinigten Königreich und den USA gerichtet ist.
Der Arbeitsmarktbericht des Vereinigten Königreichs wird am Dienstag veröffentlicht und gefolgt von den neuesten Verbraucherinflationszahlen am Mittwoch. Diese entscheidenden Daten würden die Markterwartungen hinsichtlich der geldpolitischen Perspektive der Bank of England (BoE) beeinflussen, während Wetten auf eine Zinssenkung um 25 Basispunkte (bps) im März bestehen. Dies wird wiederum eine Schlüsselrolle bei der Beeinflussung des Britischen Pfunds (GBP) spielen. Abgesehen davon werden die Händler am Mittwoch aus den FOMC-Protokollen weitere Hinweise zum Zinssenkungspfad der Federal Reserve (Fed) entnehmen, was dem US-Dollar (USD) und dem GBP/USD-Paar frischen Schwung verleihen würde.
Darüber hinaus könnte die Veröffentlichung der monatlichen Einzelhandelsumsatzdaten des Vereinigten Königreichs am Freitag, zusammen mit den Flash-PMIs aus dem Vereinigten Königreich und den USA, dazu beitragen, kurzfristige Handelsmöglichkeiten in der späteren Wochenhälfte zu schaffen. In der Zwischenzeit haben die schwächeren US-Verbraucherinflationszahlen am Freitag die Chancen erhöht, dass die US-Notenbank im Juni die Kreditkosten senken wird. Darüber hinaus haben die Händler die Möglichkeit von mindestens zwei Zinssenkungen der Fed im Jahr 2026 eingepreist. Dies, zusammen mit Bedrohungen für die Unabhängigkeit der Zentralbank und der bullischen Stimmung, wirkt als Gegenwind für den sicheren Hafen Greenback.
Abgesehen davon bieten die nachlassenden politischen Spannungen im Vereinigten Königreich eine gewisse Unterstützung für das GBP/USD-Paar, was eine gewisse Vorsicht für bärische Händler oder eine Positionierung für nennenswerte Abwertungen rechtfertigt. Tatsächlich erhielt der britische Premierminister Keir Starmer Rückhalt von seinem Kabinett und den Labour-Abgeordneten nach den Folgen der Jeffrey Epstein-Akten, die zur Rücktritt von Morgan McSweeney als Stabschef führten.
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.