Das Pfund Sterling (GBP) wird gemischt gegenüber seinen wichtigsten Währungspartnern gehandelt und steigt am Montag auf etwa 1,3665 gegenüber dem US-Dollar (USD). Die britische Währung stabilisiert sich nach einem starken Anstieg am Freitag, der durch die starken vorläufigen Daten des S&P Global Purchasing Managers’ Index (PMI) für Januar und die positiven Einzelhandelsumsätze für Dezember ausgelöst wurde.
Die am Freitag veröffentlichten Daten zeigten, dass die private Geschäftstätigkeit im Vereinigten Königreich aufgrund starker PMI-Daten im verarbeitenden Gewerbe und im Dienstleistungssektor schneller wuchs. Der Composite PMI des Vereinigten Königreichs lag im Januar bei 53,9, höher als die Schätzungen von 51,7 und der vorherigen Veröffentlichung von 51,4.
In der Zwischenzeit berichtete das britische Amt für nationale Statistiken (ONS), dass die Einzelhandelsumsätze im Dezember nach einem Rückgang in den beiden Vormonaten wieder gewachsen sind. Die Einzelhandelsumsätze stiegen um 0,4%, während ein Rückgang um 0,1% erwartet wurde.
In dieser Woche wird der wirtschaftliche Kalender des Vereinigten Königreichs leicht sein; daher werden die Marktstimmung und Spekulationen im Vorfeld der geldpolitischen Sitzung der Bank of England (BoE) im Februar entscheidende Treiber für das Pfund Sterling sein.
In der geldpolitischen Sitzung im Dezember hatte die BoE signalisiert, dass die Geldpolitik auf einem „allmählichen Abwärtspfad“ bleiben wird. Gleichzeitig erklärte das Mitglied des geldpolitischen Ausschusses (MPC) der BoE, Megan Greene, am Freitag, dass die britische Zentralbank eine Zinssenkung, wie sie die Federal Reserve vorgenommen hat, vermeiden sollte, und verwies auf steigende Lohnwachstumserwartungen.
„Ich werde die Inflationserwartungen der Haushalte und Unternehmen in den nächsten Monaten beobachten, um zu sehen, ob sie im Einklang mit den niedrigeren Inflationsausweisen sinken. Noch besorgniserregender sind meiner Meinung nach die Vorlaufindikatoren für das Lohnwachstum“, sagte Greene, berichtete Reuters.

GBP/USD wird zum Zeitpunkt des Schreibens bei etwa 1,3664 gehandelt. Die Preisbewegung hält sich gut über dem steigenden 20-Tage exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA), der auf 1,3474 gestiegen ist und die bullische Struktur untermauert. Der Durchschnitt hat sich in den letzten Sitzungen nach oben gewendet, was einen positiven Trend verstärkt. Der Relative Strength Index (RSI) liegt bei 71,11 (überkauft) und signalisiert ein gestrecktes Momentum und warnt vor der Möglichkeit einer Konsolidierung.
Solange der Kurs über dem 20-Tage-EMA bleibt, könnten Rücksetzer begrenzt bleiben und der Aufwärtstrend könnte sich fortsetzen. Ein Rückgang des RSI unter 70 würde darauf hindeuten, dass das Momentum nachlässt und das Risiko einer Pause erhöht.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools erstellt.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.