USD/CHF steigt, nachdem es mit einem Gap nach unten eröffnet hat und während der asiatischen Handelsstunden am Montag um 0,7770 handelt. Das Paar wertet auf, da der US-Dollar (USD) seine täglichen Verluste zurückgewinnt, unterstützt durch die gestiegene Risikoaversion, nachdem US-Präsident Donald Trump gedroht hat, 100% Zölle auf kanadische Waren zu erheben, falls Ottawa ein Handelsabkommen mit China abschließt, berichtete die BBC am Wochenende.
Der kanadische Premierminister Mark Carney sagte am Sonntag, dass Ottawa keine Pläne hat, ein Freihandelsabkommen mit China zu suchen, und stellte klar, dass die jüngsten Gespräche mit Peking nur die Zölle in einigen kürzlich betroffenen Sektoren gesenkt haben.
Das USD/CHF-Paar sah sich Herausforderungen gegenüber, da der Greenback aufgrund von Gerüchten über eine mögliche Intervention auf den Devisenmärkten zur Unterstützung des japanischen Yen (JPY) fiel. Laut Bloomberg sagten Händler, dass die Federal Reserve Bank von New York eine sogenannte Zinsüberprüfung mit großen Banken durchgeführt habe, um indikative Wechselkurse anzufordern, ein Schritt, der allgemein als Signal angesehen wird, dass die Behörden möglicherweise eine weitere Intervention vorbereiten.
Der Schweizer Franken (CHF) könnte Unterstützung finden, nachdem Goldman Sachs gesagt hat, dass er die am besten positionierte globale Währungsabsicherung gegen Risiken der Unterordnung durch Zentralbanken bleibt. Das Unternehmen stellte fest, dass die Währung über ihre traditionelle Rolle als sicherer Hafen hinaus einzigartig widerstandsfähig gegenüber globalen Inflationsdruck ist.
Goldman Sachs hob auch hervor, dass die starken fiskalischen Fundamentaldaten der Schweiz die Attraktivität der Währung als sicheren Hafen erhöhen und sie während Phasen fiskalischer Belastungen vor Marktübergreifenden Spillovers schützen.
Der Schweizer Franken gehört zu den am häufigsten gehandelten Währungen weltweit, obwohl die Schweizer Wirtschaft relativ klein ist. Der Wert der Währung wird stark durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) beeinflusst.
Der Schweizer Franken (CHF) gilt in Krisenzeiten als sicherer Hafen. Die Stabilität der Schweizer Wirtschaft, große Zentralbankreserven und die politische Neutralität des Landes machen den Franken zu einer bevorzugten Anlagewährung in turbulenten Zeiten. Anleger flüchten in den Franken, wenn globale Risiken zunehmen.
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) tritt viermal im Jahr – einmal pro Quartal, seltener als andere bedeutende Zentralbanken – zusammen, um über ihre Geldpolitik zu entscheiden. Ihr erklärtes Ziel ist es, die jährliche Inflationsrate unter 2 % zu halten. Überschreitet die Inflation diese Marke oder wird erwartet, dass dies in naher Zukunft geschieht, greift die SNB ein und erhöht den Leitzins, um das Preiswachstum zu dämpfen. Höhere Zinssätze wirken sich in der Regel positiv auf den Schweizer Franken (CHF) aus, da sie die Renditen erhöhen und die Schweiz für Investoren attraktiver machen. Sinkende Zinsen hingegen schwächen den Franken.
Makroökonomische Datenveröffentlichungen spielen eine zentrale Rolle bei der Bewertung des Schweizer Franken (CHF). Obwohl die Schweizer Wirtschaft als stabil gilt, können plötzliche Veränderungen bei Wachstum, Inflation, Leistungsbilanz oder Währungsreserven signifikante Auswirkungen auf den CHF haben. Starke Wirtschaftsdaten, niedrige Arbeitslosigkeit und ein hohes Verbrauchervertrauen stützen in der Regel den Franken. Umgekehrt könnte eine Abkühlung der Konjunktur eine Abwertung der Währung zur Folge haben.
Als kleine und offene Volkswirtschaft ist die Schweiz stark von der wirtschaftlichen Stabilität der Eurozone abhängig. Die erweiterte Europäische Union ist nicht nur der wichtigste Handelspartner der Schweiz, sondern auch ein bedeutender politischer Verbündeter. Eine stabile makroökonomische und geldpolitische Lage in der Eurozone ist daher von entscheidender Bedeutung für die Schweiz und den Schweizer Franken (CHF). Angesichts dieser engen Verflechtungen legen einige Modelle nahe, dass die Korrelation zwischen der wirtschaftlichen Entwicklung des Euro (EUR) und des Schweizer Franken mit über 90 % nahezu perfekt ist.