Das Paar USD/JPY hält sich während der frühen asiatischen Sitzung am Dienstag stabil bei etwa 158,15. Das Paar stabilisiert sich, da sichere Zuflüsse die Spekulationen ausgleichen, dass Premierministerin Sanae Takaichi möglicherweise bald Neuwahlen ansetzen könnte. Händler warten am Dienstag auf den wöchentlichen ADP-Bericht für neuen Impuls.
US-Präsident Donald Trump erklärte am Samstag, dass er ab dem 1. Februar einen zusätzlichen Importzoll von 10 % auf Waren aus Dänemark, Norwegen, Schweden, Frankreich, Deutschland, den Niederlanden, Finnland und dem Vereinigten Königreich (UK) erheben werde, bis die Vereinigten Staaten (US) die Erlaubnis erhalten, Grönland zu kaufen. Diese Schlagzeile weckt Ängste vor einem großen Handelskrieg, da Europa sich darauf vorbereitet, zurückzuschlagen, nachdem Trump mit einer Eskalation der Zölle gegen Verbündete gedroht hat, was sichere Häfen wie den japanischen Yen (JPY) gegenüber dem Greenback stärken könnte.
Händler werden die Möglichkeit genau beobachten, dass Takaichi nächsten Monat Neuwahlen ansetzen könnte, um die Macht zu konsolidieren. Ihre wahrgenommene Vorliebe für expansive Fiskalpolitik und großangelegte Konjunkturprogramme weckt Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Finanzen Japans und könnte den japanischen Yen weiter schwächen und dem Paar Rückenwind verleihen.
Die Zinsentscheidung der Bank of Japan (BoJ) wird am Freitag im Fokus stehen. Es wird erwartet, dass die japanische Zentralbank den Leitzins bei etwa 0,75 % unverändert lässt. Sie hatte den Zinssatz bei der letzten Sitzung im Dezember um 25 Basispunkte (bps) angehoben.
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.