EUR/GBP handelt am Mittwoch zum Zeitpunkt des Schreibens um 0,8660, nahezu unverändert im Tagesverlauf, was auf einen Markt ohne klaren Trend hinweist. Das Paar bleibt in engen Spannen gefangen, während die Anleger die neuesten makroökonomischen Daten aus der Eurozone verdauen und auf neue Hinweise aus dem Vereinigten Königreich warten.
Die von Eurostat veröffentlichten Daten zeigen, dass der harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) der Eurozone im Dezember um 2 % im Jahresvergleich gestiegen ist, was den Markterwartungen entspricht, nach 2,1 % im November. Auf monatlicher Basis stieg die Inflation um 0,2 %, nach einem Rückgang von 0,3 % im Vormonat. Die Kerninflation, die volatile Komponenten wie Lebensmittel und Energie ausschließt, verlangsamte sich ebenfalls auf 2,3 % im Jahresvergleich von 2,4 %, was eine allmähliche Abschwächung des Preisdrucks in der Eurozone bestätigt.
Diese Zahlen kommen vor dem Hintergrund einer weiterhin fragilen wirtschaftlichen Lage, insbesondere in Deutschland, wo die Einzelhandelsumsätze im November um 0,6 % nach einem Rückgang von 0,3 % im Oktober gesunken sind, entgegen den Markterwartungen. Darüber hinaus verlangsamte sich die Inflation des deutschen harmonisierten Verbraucherpreisindex im Dezember stark, was die Ansicht verstärkt, dass die Preisdynamik in der größten Volkswirtschaft der Eurozone gedämpft bleibt. Auch die Dienstleistungsaktivität zeigt Anzeichen der Mäßigung, da der Einkaufsmanagerindex (EMI) für Dienstleistungen in der Eurozone für Dezember nach unten revidiert wurde.
Auf der Seite des Vereinigten Königreichs ist der Wirtschaftskalender relativ leicht, was EUR/GBP mehr von der breiteren Marktentwicklung als von inländischen Datenveröffentlichungen beeinflusst. Aus geldpolitischer Sicht wird nicht erwartet, dass die Bank of England (BoE) in naher Zukunft aggressive Lockerungen verfolgt, da die Inflation über dem Ziel von 2 % bleibt. Allerdings spricht die allmähliche Verschlechterung der Arbeitsmarktsituation, mit einer Arbeitslosenquote von 5,1 % in den drei Monaten bis Oktober, für eine zunehmend lockerere Geldpolitik.
Vor diesem Hintergrund erklärt das Gleichgewicht zwischen der sinkenden Inflation in der Eurozone und den weiterhin unsicheren geldpolitischen Aussichten im Vereinigten Königreich (UK) die derzeitige Stabilität von EUR/GBP, wobei das Paar anscheinend nicht über ausreichende Katalysatoren verfügt, um in naher Zukunft eine klare Richtung zu triggern.
Die folgende Tabelle zeigt die prozentuale Veränderung von Euro (EUR) gegenüber den aufgeführten Hauptwährungen heute. Euro war am stärksten gegenüber dem Australischer Dollar.
| USD | EUR | GBP | JPY | CAD | AUD | NZD | CHF | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| USD | -0.00% | 0.00% | -0.08% | -0.03% | 0.03% | -0.08% | 0.02% | |
| EUR | 0.00% | 0.02% | -0.07% | -0.03% | 0.03% | -0.08% | 0.02% | |
| GBP | -0.01% | -0.02% | -0.11% | -0.04% | 0.01% | -0.10% | -0.00% | |
| JPY | 0.08% | 0.07% | 0.11% | 0.06% | 0.11% | -0.00% | 0.10% | |
| CAD | 0.03% | 0.03% | 0.04% | -0.06% | 0.06% | -0.06% | 0.04% | |
| AUD | -0.03% | -0.03% | -0.01% | -0.11% | -0.06% | -0.11% | -0.02% | |
| NZD | 0.08% | 0.08% | 0.10% | 0.00% | 0.06% | 0.11% | 0.09% | |
| CHF | -0.02% | -0.02% | 0.00% | -0.10% | -0.04% | 0.02% | -0.09% |
Die Heatmap zeigt die prozentuale Entwicklung der wichtigsten Währungen im Vergleich zueinander. Die Basiswährung wird aus der linken Spalte ausgewählt, während die Notierungswährung aus der oberen Zeile ausgewählt wird. Wenn Sie zum Beispiel Euro aus der linken Spalte auswählen und sich entlang der horizontalen Linie zum US-Dollar bewegen, wird die prozentuale Veränderung in der Box als EUR (Basis)/USD (Notierungswährung) angezeigt.