Das EUR/JPY-Paar gewinnt während der frühen Handelsstunden am Dienstag an Stärke und erreicht etwa 183,50. Der japanische Yen (JPY) schwächt sich gegenüber dem Euro (EUR) aufgrund der Unsicherheit über den Zeitpunkt der nächsten Zinserhöhung der Bank of Japan (BoJ) und einer positiven Risikostimmung.
BoJ-Gouverneur Kazuo Ueda sagte am Montag, dass Zinserhöhungen fortgesetzt werden, wenn sich die wirtschaftlichen und preislichen Trends mit den Prognosen der Zentralbank für einen anhaltenden Inflationszyklus decken. Die meisten Analysten erwarten die nächste Erhöhung um die Jahresmitte, nachdem die Frühjahrsverhandlungen über Löhne ("shunto") solide Lohnerhöhungen bestätigen.
Was den Euro betrifft, so hat die Europäische Zentralbank (EZB) auf ihrer Sitzung im Dezember die Zinsen unverändert gelassen, und ihr Ausblick deutete auf weniger Dringlichkeit für weitere Senkungen hin. Dies könnte wiederum dem EUR gegenüber dem JPY Unterstützung bieten. Ökonomen erwarten allgemein, dass die EZB die Zinsen bis 2026 stabil halten wird.
Im Tages-Chart hält sich EUR/JPY deutlich über dem steigenden 100-Tage-EMA bei 178,25 und bewahrt eine feste bullische Tendenz. Der langfristige Durchschnitt steigt weiterhin, während der kurzfristige Durchschnitt mit dem Spot zusammenläuft, was auf ein Gleichgewicht nach einem starken Lauf hinweist. Der Preis liegt auf dem mittleren Bollinger-Band, während sich die Bänder verengen, was auf eine reduzierte Volatilität und eine Pause im Trend hinweist. Der RSI bei 55,91 deutet auf ein moderates bullisches Momentum hin. Der Fokus nach oben liegt am oberen Band nahe 185,00, während die erste Unterstützung das untere Band bei 181,87 ist.
Die Aufwärtsstruktur bleibt intakt mit nach oben geneigten Durchschnitten, was darauf hindeutet, dass Rückgänge in Richtung des 100-Tage-EMA bei 178,25 unterstützt werden würden. Die Kontraktion der Bollinger-Bänder schafft einen Ausbruchskontext, und ein entscheidender Durchbruch vom mittleren Band würde den nächsten Schritt definieren. Das Momentum ist neutral bis positiv auf dem RSI, und eine weitere Verbesserung würde die bullische Tendenz stärken. Ein Schlusskurs über 185,01 könnte die Gewinne ausweiten, während ein Durchbruch unter 181,87 die Abwärtsbewegung in Richtung 178,25 freilegen würde.
(Die technische Analyse dieser Geschichte wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst)
Der Wert des japanischen Yen hängt stark von der japanischen Wirtschaft, der Geldpolitik der Bank of Japan sowie von den Zinsunterschieden zu den USA ab. Auch das allgemeine Marktumfeld spielt eine Rolle.
Eines der Kernmandate der Bank of Japan ist die Stabilisierung der nationalen Währung, weshalb ihre geldpolitischen Maßnahmen maßgeblichen Einfluss auf den Yen haben. Obwohl direkte Interventionen am Devisenmarkt selten vorkommen, hat die BoJ in der Vergangenheit Schritte unternommen, um den Yen gezielt zu schwächen, meist unter Berücksichtigung der geopolitischen Beziehungen zu ihren Handelspartnern. Die ultralockere Geldpolitik der BoJ, die von 2013 bis 2024 umgesetzt wurde, hat durch eine zunehmende Divergenz gegenüber den geldpolitischen Strategien anderer großer Zentralbanken eine signifikante Abwertung des Yen verursacht. Mit der jüngsten graduellen Straffung dieser expansiven Maßnahmen zeigt der Yen Anzeichen einer Erholung.
Das Festhalten der BoJ an ihrer ultralockeren Geldpolitik hat zu einer zunehmenden Divergenz mit anderen Zentralbanken geführt, insbesondere mit der US-Notenbank. Dies begünstigt eine Ausweitung der Zinsdifferenz zwischen 10-jährigen amerikanischen und japanischen Anleihen, was den US-Dollar gegenüber dem japanischen Yen stärkt.
Der japanische Yen gilt als sogenannte „sichere Hafen“-Währung. In Zeiten von Unsicherheit oder Marktturbulenzen neigen Investoren dazu, ihr Kapital in den Yen umzuschichten, da dieser als stabil und verlässlich gilt. In solchen Phasen steigt der Wert des Yen im Vergleich zu anderen Währungen, die als riskanter eingestuft werden.