Das Paar USD/CHF zieht leichte Gebote an und steigt während der europäischen Handelszeit am Freitag auf etwa 0,8025. Das Paar Schweizer Franken tickt nach oben, da der US-Dollar (USD) leicht höher notiert, bevor die US-Daten zum Preisindex der persönlichen Konsumausgaben (PCE) für Juli veröffentlicht werden, die um 12:30 GMT veröffentlicht werden.
Zum Zeitpunkt der Presse lag der US-Dollar-Index (DXY), der den Wert des Greenbacks gegenüber sechs wichtigen Währungen abbildet, leicht über 98,00.
Investoren werden die Kern-PCE-Inflationsdaten – die volatile Posten wie Nahrungsmittel und Energie ausschließen – genau beobachten, da diese von den Mitgliedern des Federal Open Market Committee (FOMC) zur Entscheidungsfindung über die Zinssätze genau verfolgt werden.
Die Kern-PCE-Inflation wird voraussichtlich höher bei 2,9% auf Jahresbasis erwartet, gegenüber 2,8% im Juni. Auf monatlicher Basis wird geschätzt, dass die zugrunde liegende Inflation stetig um 0,3% gewachsen ist. Die Inflationsdaten werden die Markterwartungen für den geldpolitischen Ausblick der Federal Reserve (Fed) beeinflussen.
In der Zwischenzeit sehen Händler eine 85%ige Wahrscheinlichkeit, dass die Fed die Zinssätze in der Sitzung im September um 25 Basispunkte (Bp) auf 4,00%-4,25% senken wird, so das CME FedWatch-Tool.
In der Schweizer Wirtschaft hat sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im zweiten Quartal des Jahres abgekühlt, was den Weg für die Schweizerische Nationalbank (SNB) ebnete, eine ultra-lockere Geldpolitik zu verfolgen. Die am Donnerstag veröffentlichten Daten zeigten, dass die Schweizer Wirtschaft wie erwartet um 0,1% gewachsen ist, langsamer als das Wachstum von 0,4% im vorherigen Quartal.
Der US-Dollar (USD) ist die offizielle Währung der Vereinigten Staaten und in vielen weiteren Ländern als „de facto“-Währung im Umlauf. Er ist die am häufigsten gehandelte Währung weltweit und dominiert mit 88 % des globalen Devisenhandels. Daten von 2022 zeigen, dass täglich ein Handelsvolumen von rund 6,6 Billionen US-Dollar umgesetzt wird. Der US-Dollar löste nach dem Zweiten Weltkrieg das Britische Pfund als Weltreservewährung ab, nachdem der Goldstandard 1971 abgeschafft wurde.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des US-Dollars beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Federal Reserve (Fed) bestimmt wird. Die Fed hat zwei Hauptziele: Preisstabilität (Inflationskontrolle) und Förderung der Vollbeschäftigung. Ihr primäres Werkzeug zur Erreichung dieser Ziele ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Preise zu schnell steigen und die Inflation über dem Ziel von 2 % liegt, erhöht die Fed die Zinsen, was dem Wert des US-Dollars zugutekommt. Fällt die Inflation unter 2 % oder ist die Arbeitslosenquote zu hoch, senkt die Fed möglicherweise die Zinsen, was den Greenback belastet.
In außergewöhnlichen Situationen greift die Federal Reserve auf Maßnahmen wie die quantitative Lockerung (QE) zurück. Dies geschieht, wenn Zinssenkungen allein nicht ausreichen, um das Finanzsystem zu stabilisieren. QE ermöglicht es der Fed, mehr Geld zu drucken und US-Staatsanleihen von Banken zu kaufen, um die Kreditvergabe anzukurbeln. Diese expansive Maßnahme schwächt in der Regel den US-Dollar, da sie die Geldmenge erhöht und das Vertrauen in die Währung senkt.
Quantitative Tightening (QT) stellt den umgekehrten Prozess zu Quantitative Easing (QE) dar. Die US-Notenbank Federal Reserve beendet den Ankauf von Anleihen und investiert die fällig werdenden Rückzahlungen nicht in neue Anleihen. In der Regel wirkt sich dieser Prozess positiv auf den US-Dollar aus.