TradingKey – Unerwartet hohe US-Erzeugerpreise schüren Zinserhöhungssorgen! KOSPI und Nikkei 225 brechen um rund 2 % ein, Kioxia sackt um fast 7 % ab, Samsung Electronics und SK Hynix folgen mit Verlusten
Im asiatischen Handel am 11. September eröffneten die Aktienmärkte in Japan und Südkorea deutlich schwächer und erlitten kräftige Verluste. Der KOSPI-Index schloss dabei 1,76 % im Minus bei 6.909,92 Punkten. Beide Schwergewichte gerieten stark unter Druck: Samsung Electronics verlor 3,53 % und schloss bei 259.500 KRW, während SK Hynix um 2,21 % auf 1.812.000 KRW nachgab.
KOSPI-Index-Chart, Quelle: TradingView
Der Nikkei-225-Index erlitt einen noch größeren Rückschlag und schloss schließlich 1,93 % im Minus bei 64.011,29 Punkten. Zwei wichtige Schwergewichte brachen ein: Kioxia verlor 6,99 % und schloss bei 54.030 JPY, während SoftBank um 3,96 % auf 6.540 JPY nachgab.
Das Jahreswachstum des US-Erzeugerpreisindex (PPI) im August erholte sich auf 5,4 % und lag damit über den erwarteten 5,3 %, was zeigt, dass die Inflation weiterhin sehr hartnäckig bleibt. Die Marktwetten darauf, dass die US-Notenbank (Fed) die Zinsen weiter anhebt oder auf einem hohen Niveau belässt, stiegen sprunghaft an, wobei die Zinserhöhungswahrscheinlichkeit am CME-Markt auf über 70 % kletterte. Zudem zogen die Renditen 10- und 30-jähriger US-Staatsanleihen kräftig an, was den Bewertungsspielraum für Risikoaktiva wie asiatisch-pazifische Aktien direkt belastete.
Blick nach vorne: Der Markt-Fokus verlagert sich nun auf den heute anstehenden US-Verbraucherpreisindex (CPI). Sollte sich der Inflationsauftrieb verlangsamen und die Sorgen vor Zinserhöhungen nachlassen, könnten die Aktienmärkte in Japan und Südkorea am kommenden Montag eine strukturelle Erholung erleben. Bleibt die Inflation hingegen hartnäckig und bekräftigen die CPI-Daten die Erwartung, dass die Fed die hohen Zinsen beibehält oder die Zinsen nächste Woche sogar anhebt, droht den Aktienmärkten in Japan und Südkorea eine weitere Welle deutlicher Verkäufe.