Silber (XAG/USD) findet in der Nähe der Marke von 63,00 USD etwas Unterstützung und legt von einem früher am Freitag erreichten Tiefstand von über drei Wochen eine moderate Intraday-Erholung hin. Das Edelmetall erobert im frühen europäischen Handel die runde Marke von 64,00 USD zurück, obwohl das Aufwärtspotenzial begrenzt zu sein scheint, da Händler gespannt auf die Veröffentlichung der US-Verbraucherinflationsdaten warten.
Aus technischer Sicht behält XAG/USD nach dem nächtlichen Bruch unter den 200-Perioden-Simple Moving Average (SMA) auf dem 4-Stunden-Chart bei rund 64,71 USD einen kurzfristig bärischen Ton bei. Der anschließende Rückgang stoppt jedoch in der Nähe des 38,2%-Fibonacci-Retracement-Levels der Aufwärtsbewegung von Juli bis August, um die Marke von 63,00 USD, die nun als wichtiger Dreh- und Angelpunkt dienen sollte.
Unterdessen deuten der Relative Strength Index (RSI) bei 37,46 und ein negativer Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Wert von -0,38 auf H4 darauf hin, dass das Abwärtsmomentum trotz der jüngsten Erholung aus dem überverkauften Bereich weiterhin dominiert. Dies wiederum legt nahe, dass jeder weitere Anstieg als Verkaufsgelegenheit gesehen werden könnte und das Risiko birgt, recht schnell wieder zu verpuffen.
In der Zwischenzeit liegt der erste Widerstand beim 200-Perioden-SMA um 64,71 USD, gefolgt vom 38,2%-Retracement bei 64,91 USD und dann dem 23,6%-Retracement nahe 67,27 USD. Auf der Abwärtsseite liegt die unmittelbare Unterstützung beim 50,0%-Retracement bei 62,99 USD, vor dem tieferen 61,8%-Niveau bei 61,08 USD. Ein Bruch darunter würde das 78,6%-Retracement bei 58,36 USD freilegen, wobei der Bereich des Zyklustiefs nahe 54,89 USD als weiter entferntes bärisches Ziel gilt.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mithilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Silber ist ein Edelmetall, das bei Investoren sehr gefragt ist. Es wurde in der Vergangenheit als Wertanlage und Tauschmittel verwendet. Obwohl Silber weniger populär ist als Gold, können Anleger es wegen seines inneren Wertes zur Diversifizierung ihres Anlageportfolios oder als potenzielle Absicherung in Zeiten hoher Inflation nutzen. Anleger können Silber physisch in Form von Münzen oder Barren kaufen oder über Instrumente wie börsengehandelte Fonds handeln, die den Silberpreis an den internationalen Märkten nachbilden.
Der Silberpreis kann durch eine Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden.Geopolitische Instabilität oder die Angst vor einer tiefen Rezession können den Silberpreis aufgrund seines Status als sicherer Hafen in die Höhe treiben, wenn auch in geringerem Maße als Gold. Als Vermögenswert ohne Zinsen steigt der Silberpreis tendenziell, wenn die Zinssätze sinken. Seine Bewegungen hängen auch von der Entwicklung des US-Dollars (USD) ab, der wiederum von einer Vielzahl von Faktoren beeinflusst werden kann. Ein starker Dollar hält den Silberpreis tendenziell niedrig, während ein schwächerer Dollar den Preis wahrscheinlich nach oben treibt. Andere Faktoren wie die Investitionsnachfrage, das Minenangebot - Silber wird viel häufiger abgebaut als Gold - und die Recyclingquoten können sich ebenfalls auf die Preise auswirken.
Silber wird häufig in der Industrie verwendet, insbesondere in Bereichen wie Elektronik und Solarenergie, wo es eine der höchsten elektrischen Leitfähigkeiten aller Metalle aufweist - höher als die von Kupfer und Gold. Ein Anstieg der Nachfrage kann zu höheren Preisen führen, während ein Rückgang tendenziell zu niedrigeren Preisen führt. Die Dynamik der Volkswirtschaften der USA, Chinas und Indiens kann ebenfalls zu Preisschwankungen beitragen: In den USA und insbesondere in China wird Silber in verschiedenen Prozessen der großen Industriezweige eingesetzt; in Indien spielt auch die Nachfrage der Verbraucher nach dem Edelmetall für Schmuck eine wichtige Rolle bei der Preisbildung.
Der Silberpreis folgt in der Regel den Bewegungen des Goldpreises. Wenn der Goldpreis steigt, folgt der Silberpreis in der Regel diesem Trend, vor allem weil beide als sichere Anlage gelten. Das Gold-Silber-Verhältnis, das angibt, wie viele Unzen Silber benötigt werden, um den Wert einer Unze Gold zu erreichen, kann helfen, die relative Bewertung der beiden Metalle zu bestimmen. Einige Anleger halten ein hohes Verhältnis für einen Indikator dafür, dass Silber unterbewertet und Gold überbewertet ist. Umgekehrt könnte ein niedriges Verhältnis darauf hindeuten, dass Gold im Vergleich zu Silber unterbewertet ist.