Das Währungspaar GBP/USD hat Mühe, aus seinen moderaten Intraday-Gewinnen Kapital zu schlagen, und notiert im ersten Teil der europäischen Sitzung am Freitag nahe der psychologischen Marke von 1,3500. Die Spotpreise halten sich jedoch über dem Wochentief, da Händler die Veröffentlichung der jüngsten US-Verbraucherinflationszahlen abwarten, bevor sie neue Richtungswetten eingehen.
Das britische Pfund (GBP) erhält nach der Veröffentlichung des besser als erwartet ausgefallenen monatlichen britischen BIP-Berichts einen leichten Auftrieb, der zeigt, dass die Wirtschaft im Juli um 0,4% gewachsen ist, verglichen mit den Konsensschätzungen für einen unveränderten Wert. Die unmittelbare Marktreaktion erweist sich jedoch als nur von kurzer Dauer, da steigende Wetten auf eine bevorstehende Zinserhöhung durch die US-Notenbank (Fed), gestützt durch den US-Erzeugerpreisindex (EPI) am Donnerstag, den US-Dollar (USD) Rückenwind verleihen. Darüber hinaus stützen anhaltende geopolitische Unsicherheiten den sicheren Hafen Greenback und tragen dazu bei, das Währungspaar zu begrenzen.
Aus technischer Sicht hält sich das Währungspaar GBP/USD derzeit knapp unter dem 200-Perioden Simple Moving Average (SMA) auf dem 4-Stunden-Chart bei 1,3518, was den kurzfristigen Ton trotz der Nähe der Spotpreise zu den jüngsten Hochs leicht rückläufig hält. Das 38,2%-Fibonacci-Retracement der jüngsten Bewegung bei 1,3522 verstärkt diese nahe Widerstandszone, während der Relative Strength Index (RSI) um 42 und ein leicht negativer Moving Average Convergence Divergence (MACD)-Histogramm darauf hindeuten, dass das Aufwärtsmomentum eher nachlässt als an Fahrt gewinnt.
Unterdessen konzentriert sich der unmittelbare Widerstand zwischen dem 200-Perioden-SMA bei 1,3518 und dem 38,2%-Fibo.-Retracement bei 1,3522, wobei das 23,6%-Retracement weiter oben bei 1,3580 als nächste Hürde dient, falls die Käufer wieder die Kontrolle übernehmen. Auf der Unterseite liegt die erste Unterstützung beim 50,0%-Retracement nahe 1,3475, gefolgt vom 61,8%-Fibo. bei 1,3428, während tiefere Rücksetzer das 78,6%-Niveau bei 1,3361 und den vorherigen Swing-Boden um 1,3276 freilegen könnten.
(Die technische Analyse dieser Nachricht wurde mit Hilfe eines KI-Tools verfasst. Mehr erfahren.)
Das Pfund Sterling (GBP) ist die älteste Währung der Welt (886 n. Chr.) und die offizielle Währung des Vereinigten Königreichs. Es ist die am vierthäufigsten gehandelte Währungseinheit auf dem Devisenmarkt (FX) der Welt und macht 12 % aller Transaktionen aus, was durchschnittlich 630 Milliarden US-Dollar pro Tag entspricht. Die wichtigsten Währungspaare sind GBP/USD, auch bekannt als "Cable", das 11 % des FX-Handels ausmacht, GBP/JPY oder "Dragon", wie es von Händlern genannt wird (3 %) und EUR/GBP (2 %). Das Pfund Sterling wird von der Bank of England (BoE) ausgegeben.
Der wichtigste Faktor, der den Wert des Britischen Pfunds beeinflusst, ist die Geldpolitik, die von der Bank of England festgelegt wird. Die BoE richtet ihre Entscheidungen danach aus, ob sie ihr Hauptziel der „Preisstabilität“ – eine Inflationsrate von etwa 2 % – erreicht hat. Ihr wichtigstes Instrument ist die Anpassung der Zinssätze. Wenn die Inflation zu hoch ist, wird die BoE versuchen, sie durch Zinserhöhungen zu dämpfen, was in der Regel positiv für das Pfund ist, da höhere Zinsen das Vereinigte Königreich für internationale Investoren attraktiver machen. Fällt die Inflation zu niedrig aus, deutet dies auf ein langsameres Wirtschaftswachstum hin, und die BoE könnte die Zinsen senken, um das Kreditangebot zu erhöhen und Investitionen anzuregen.
Wirtschaftsdaten sind zentrale Indikatoren für die Stärke der britischen Wirtschaft und beeinflussen maßgeblich den Wert des Pfund Sterling. Daten wie das Bruttoinlandsprodukt (BIP), Einkaufsmanagerindizes (PMI) und Arbeitslosenzahlen geben Hinweise auf die wirtschaftliche Entwicklung. Eine robuste Wirtschaft zieht ausländische Investitionen an und könnte die Bank of England (BoE) dazu bewegen, die Zinsen zu erhöhen, was das Pfund unterstützt. Schwächere Daten hingegen führen zu einem Abwärtstrend des Pfunds.
Für das britische Pfund ist die Handelsbilanz ein wichtiger Indikator. Sie misst den Unterschied zwischen den Einnahmen aus Exporten und den Ausgaben für Importe über einen bestimmten Zeitraum. Exportiert ein Land stark nachgefragte Güter, führt die höhere Nachfrage aus dem Ausland zu einer Stärkung der Währung. Eine positive Handelsbilanz stärkt das Pfund, während ein Defizit die Währung schwächt.