TradingKey – Die japanischen und südkoreanischen Aktienmärkte sind zu Handelsbeginn eingebrochen, wobei der KOSPI um 3,3 % nachgab und unter die Marke von 6.900 Punkten fiel, da Halbleiteraktien auf breiter Front einbrachen.
Am 11. September asiatischer Zeit eröffneten die japanischen und südkoreanischen Aktienmärkte im frühen Handel jeweils deutlich im Minus, was Risikoaktiva im Asien-Pazifik-Raum auf breiter Front unter Druck setzte. Der südkoreanische KOSPI-Index verzeichnete dabei einen deutlichen Rücksetzer und eröffnete 3,30 % im Minus, womit er die Marke von 6.900 Punkten unterschritt und bei 6.848,73 Punkten stand. Wichtige Tech- und Chip-Aktien gaben auf breiter Front kräftig nach: Samsung Electronics verlor 3,81 % und fiel unter die Marke von 260.000 Won auf 259.000 Won; SK Hynix eröffnete mit einem Minus von 4,37 % bei 1.772.000 Won.
KOSPI-Index-Chart, Quelle: TradingView
Auch der Nikkei 225 Index eröffnete schwächer und tendierte abwärts. Er fiel um 2,96 % und näherte sich der Marke von 63.000 Punkten bei einem Stand von 63.336,18 Punkten. Zwei wichtige Schwergewichte gerieten ebenfalls unter Druck: Der Aktienkurs von SoftBank fiel um 4,36 % auf 6.513 Yen, während Kioxia um 5,54 % auf 54.870 Yen nachgab.
Gestern lagen die neu veröffentlichten US-Inflationsindikatoren wie der PPI über den Erwartungen, was die vom Markt erwartete Wahrscheinlichkeit einer Fed-Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September auf über 70 % trieb, während die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Anhebung um 25 Basispunkte im Oktober auf über 60 % stieg. Mit den zunehmenden Zinserhöhungserwartungen tendierten die drei großen US-Aktienindizes den vierten Handelstag in Folge schwächer, wobei der Philadelphia Semiconductor Index um 2,66 % einbrach. Auch Chip-Riesen wie Micron Technology (MU), Western Digital (WDC) und Intel (INTC) gaben auf breiter Front nach, da die Ausverkaufsstimmung die Eröffnungsstimmung an den Märkten in Japan und Südkorea direkt belastete.
Zudem verharrte die Rendite 10-jähriger US-Staatsanleihen nahe ihrem Hoch von 4,85 %, was den Bewertungsspielraum für globale hoch bewertete Wachstumsaktien schmälerte und ausländische Anleger veranlasste, Kapitalabzüge aus den asiatisch-pazifischen Schwellenländern und High-Beta-Werten der Region zu beschleunigen, um vorerst an der Seitenlinie abzuwarten. Bemerkenswert ist, dass sowohl Japan als auch Südkorea stark von Energieimporten abhängig sind. Der starke Anstieg der Rohölpreise schürte am Markt erneut Sorgen über eine steigende importierte Inflation, höhere Produktionskosten für Unternehmen und eine Dämpfung der Konsumausgaben in beiden Ländern.