TradingKey – Am 9. September US-Ostküstenzeit stiegen die ADR-Aktien von SK Hynix (SKHY) im Tagesverlauf um über 5 % auf ein Rekordhoch von 196,48 US-Dollar. Die Gesamtmarktkapitalisierung erreichte 1,42 Billionen US-Dollar, womit das Unternehmen weniger als 5 % Kursgewinn von der Marktkapitalisierung von Tesla (1,47 Billionen US-Dollar) entfernt ist.

Quelle: TradingView
Laut der jüngsten Prognose von S&P Global Market Intelligence wird erwartet, dass SK Hynix, angetrieben von der starken Nachfrage nach KI-Speicherchips, im vierten Quartal dieses Jahres ein neues Aktienrückkaufprogramm ankündigen wird. Der geschätzte Umfang liegt zwischen 20 Billionen und 40 Billionen südkoreanischen Won (etwa 28 Milliarden US-Dollar).
Darüber hinaus wird das Unternehmen selbst nach Abschluss des Großrückkaufs weiterhin in der Lage sein, großzügige Dividenden zu zahlen. Dies liefert einen starken Katalysator für das „Corporate Value-up“-Programm der südkoreanischen Regierung sowie für die durch neu strukturierte Aktionärsrenditen angetriebene Kurserholung.
Mohammad Hassan, Leiter des Bereichs Asia-Pacific Equity Dividend Forecasting bei S&P Global Market Intelligence, erklärte in einem Interview, dass die Untergrenze der neuen Rückkaufrunde von SK Hynix voraussichtlich bei 20 Billionen Won liegen werde und „möglicherweise wieder die Obergrenze von 40 Billionen Won erreichen könnte“.
Zudem warnte das südkoreanische Maklerhaus KB Securities kürzlich, dass die Lagerbestände an Speicherhalbleitern bei Samsung Electronics und SK Hynix auf eine Reichweite von weniger als 10 Tagen gesunken sind, was auf einen erheblichen Engpass beim verfügbaren Angebot im nächsten Jahr hindeutet.
KB Securities wies in einem am Montag veröffentlichten Bericht darauf hin, dass der Speicherchipmarkt vor einem schweren Lieferengpass steht, da die Investitionen in die Infrastruktur für künstliche Intelligenz in einem beispiellosen Tempo steigen. Ein wesentlicher Faktor, der den Engpass verschärft, ist der Übergang zur nächsten Generation von High Bandwidth Memory, HBM4.
Das Analysehaus merkte an, dass HBM4 etwa das Dreifache der Wafer-Kapazität von herkömmlichem DRAM erfordert. Angesichts begrenzter Wafer-Kapazitäten wird die vollumfängliche Serienproduktion von HBM4 unvermeidlich die verfügbare Kapazität für herkömmliches DRAM verringern. Infolgedessen rechnet KB Securities damit, dass die Nachfrage nach DRAM und NAND im nächsten Jahr das Angebot um mehr als 10 Prozentpunkte übersteigen wird.