Dow Jones Futures geben während der europäischen Handelsstunden am Mittwoch um 0,04% nach und notieren nahe 52.800. Unterdessen legen S&P 500 Futures um 0,07% zu und handeln nahe 7.690, während Nasdaq 100 Futures um 0,22% steigen und sich um 29.600 bewegen.
US-Aktien-Futures bleiben uneinheitlich, da Händler auf die bevorstehenden Inflationsdaten zum US-Erzeugerpreisindex (EPI) und Verbraucherpreisindex (VPI) warten. Diese entscheidenden Daten werden später in dieser Woche im Mittelpunkt stehen und könnten vor der September-Sitzung neue Hinweise auf die nächsten Schritte der Federal Reserve liefern.
Die Marktstimmung bleibt jedoch vorsichtig, da die hohen Rohölpreise die Inflationssorgen verstärken und die Erwartungen an eine Zinserhöhung der Federal Reserve untermauern. Laut dem CME FedWatch Tool preisen Händler derzeit eine Wahrscheinlichkeit von etwa 60% für eine Zinserhöhung bei der bevorstehenden geldpolitischen Sitzung der US-Notenbank ein. Steigende Ölpreise haben diese Sorgen nach einem US-Angriff auf mehrere iranische Tanker nahe der Insel Kharg noch verstärkt. Dieser wichtige Exportknotenpunkt hat die geopolitischen Spannungen verschärft und die Marktbedenken hinsichtlich möglicher Störungen der globalen Ölversorgung angeheizt.
Diese vorsichtige Stimmung spiegelte sich in den Verlusten an der Wall Street während der regulären Sitzung am Dienstag wider. Der Dow Jones fiel um 1,18%, während der S&P 500 und der Nasdaq Composite um 0,58% bzw. 0,32% nachgaben. Im Verlauf der Sitzung gerieten kreditsensitive Software-Aktien deutlich unter Druck, wobei große Tech-Namen wie Microsoft, Palantir und Amazon nachgaben.
Strategen bei BNY Mellon weisen darauf hin, dass "ähnliche Sorgen über die US-Realzinsen seit der FOMC-Sitzung im Juli wieder aufgekommen sind" und argumentieren, dass diese Bedenken "offensichtlich zum Anstieg der Energiezuflüsse in der ersten Augusthälfte beigetragen haben, bevor es zu ersten Gewinnmitnahmen kam." Sie sehen dieses Muster als Bestätigung für die wachsende Rolle von Energie als Absicherung gegen eine erneute Dollar-Abwertung und Unsicherheit bei den Realzinsen, wobei die institutionelle Nachfrage wahrscheinlich ein wichtiger Treiber bleiben wird, sofern die zugrunde liegende Preisdynamik unterstützend bleibt.
Der Dow Jones Industrial Average, einer der ältesten Aktienindizes der Welt, setzt sich aus 30 der am häufigsten gehandelten US-Unternehmen zusammen. Er ist kursgewichtet, was ihm Kritik einbrachte, da er weniger repräsentativ ist als breitere Indizes wie der S&P 500.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) wird von vielen Faktoren beeinflusst. Haupttreiber sind die Unternehmensgewinne, die in den Quartalsberichten der im Index vertretenen Unternehmen offengelegt werden. Auch makroökonomische Daten aus den USA und weltweit tragen zur Anlegerstimmung bei. Zinssätze, die von der Federal Reserve festgelegt werden, haben ebenfalls Einfluss auf den DJIA, da sie die Kreditkosten beeinflussen, auf die viele Unternehmen stark angewiesen sind.
Die Dow-Theorie, entwickelt von Charles Dow, ist eine Methodik zur Identifizierung von Markttrends. Dabei wird die Richtung des Dow Jones Industrial Average (DJIA) und des Dow Jones Transportation Average (DJTA) verglichen. Beide Indizes müssen in dieselbe Richtung tendieren, um einen Trend zu bestätigen. Die Theorie unterscheidet drei Phasen: Akkumulation, öffentliche Teilnahme und Distribution.
Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) kann auf verschiedene Weise gehandelt werden. Eine Möglichkeit sind börsengehandelte Fonds (ETFs), die es Anlegern ermöglichen, den DJIA als einzelnes Wertpapier zu handeln, ohne Aktien aller 30 im Index enthaltenen Unternehmen zu kaufen. Ein bekanntes Beispiel ist der SPDR Dow Jones Industrial Average ETF (DIA). DJIA-Futures-Kontrakte ermöglichen es Händlern, auf den zukünftigen Wert des Index zu spekulieren, während Optionen das Recht bieten, den Index zu einem festgelegten Preis in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Investmentfonds bieten eine diversifizierte Anlagemöglichkeit, indem sie ein Portfolio von DJIA-Aktien abbilden.