TradingKey – Laut dem südkoreanischen Medium Greened.kr unter Berufung auf Kreise der Halbleiterbranche hat Arm Holdings (ARM) am 4. September Mittel für einmalige Entwicklungskosten (NRE) für ein On-Device-KI-System-on-Chip (SoC) der nächsten Generation genehmigt und offiziell eine gemeinsame Forschung und Entwicklung mit Samsung Electronics gestartet. Das Projekt basiert auf einem Kooperationsmodell, bei dem Arm die Kerntechnologie bereitstellt, während Samsung das Design und die Fertigung übernimmt; die Serienproduktion ist in einem fortschrittlichen 2-nm-Verfahren geplant.
Wie aus dem Bericht unter Berufung auf Branchenkenner hervorgeht, ist OpenAI ein potenzieller Endkunde für dieses Projekt. Da sich die Ausweitung von KI-Funktionen von der Cloud auf Edge-Geräte beschleunigt, wird erwartet, dass die Nachfrage von OpenAI nach maßgeschneiderten KI-Chips entsprechend steigt, sollte das Unternehmen weiter in den Bereich On-Device-KI vordringen.
Berichten zufolge hat Arm Ende August einmalige Entwicklungskosten (Non-Recurring Engineering Fees, NRE) für die Entwicklung eines On-Device-KI-SoC der nächsten Generation genehmigt und damit ein gemeinsames Projekt mit Samsung gestartet. Der maßgeschneiderte Chip ist speziell für On-Device-KI konzipiert, sodass Berechnungen lokal auf Endgeräten wie Smartphones durchgeführt werden können, ohne über die Cloud geleitet zu werden. Dies entlastet die Cloud-Rechenkapazitäten und verbessert zugleich die Antwortzeiten sowie den Datenschutz.
Die Zusammenarbeit erfolgt im Rahmen einer beschränkten Nutzungslizenz (Limited Use License, LUL), bei der die von Arm bereitgestellte Technologie auf die Produktentwicklung für bestimmte Kunden beschränkt ist. Aus Sicht des Geschäftsmodells ist Arm kein Chipanbieter, sondern ein Anbieter von Kerntechnologie und ein Auftragsentwicklungspartner; Samsung ist vollständig für Design und Fertigung verantwortlich, liefert die fertigen Chips direkt an die Endkunden aus und übernimmt die Abrechnung sowie den Zahlungseinzug.
Die Arbeitsteilung zwischen den beiden Parteien ist klar: Der Geschäftsbereich System LSI von Samsung Electronics wird für das SoC-Design auf Basis der KI-Architektur von Arm verantwortlich sein, während seine Foundry-Sparte fortschrittliche Prozesse nutzen wird, um die Serienproduktion in einem 2-nm-Knoten zu realisieren; Arm wird wesentliche Designtechnologien wie seine eigene KI-Beschleunigerarchitektur und RTL bereitstellen, während es die Anforderungen der Endkunden an Samsung übermittelt und den gesamten Projektfortschritt koordiniert.
Phase | Verantwortliche Partei | Konkreter Inhalt |
Kerntechnologie | Arm | KI-Beschleunigerarchitektur (AIC), RTL-Designtechnologie, Kommunikation von Kundenanforderungen und Projektkoordination |
SoC-Design | Samsung System LSI | Vollständiges Chip-Design auf Basis der Arm-KI-Architektur |
Serienproduktion | Samsung Foundry | Einsatz des fortschrittlichen 2-nm-Prozesses |
Für Samsung dürfte das Projekt voraussichtlich eine vollständige KI-Chip-Lösung aus „Design + Fertigung“ bilden – indem die Geschäftsbereiche System LSI und Foundry innerhalb desselben Projekts Synergien heben und die Fähigkeiten bei fortschrittlichen Fertigungsknoten direkt in den Entwicklungsprozess von KI-Chips eingebunden werden.
Insbesondere auf der Foundry-Seite besitzt die praktische Entwicklungs- und Serienproduktionserfahrung mit 2-nm-On-Device-KI-Chips eine hohe Referenzbedeutung. Verläuft das Projekt reibungslos, kann Samsung diese nutzen, um Erfolgsnachweise in der Serienproduktion für die Belieferung von KI-Chip-Kunden mit fortschrittlichen Fertigungsknoten aufzubauen, was eine Referenz für die Sicherung künftiger Aufträge über KI-Beschleuniger und maßgeschneiderte SoCs bietet. Da sich die Nachfrage nach KI-Chips weiter auf Edge-Geräte ausweitet, wird die Frage, ob Samsung den Markt für maßgeschneiderte KI-Chips über Arm und potenzielle OpenAI-Projekte erschließen kann, ein neuer Schwerpunkt für das synergistische Wachstum seiner Geschäftsbereiche System LSI und Foundry sein.