TradingKey – Berichten zufolge haben Samsung Electronics und Arm (ARM) offiziell eine gemeinsame F&E für On-Device-KI-SoCs der nächsten Generation gestartet. Im Rahmen dieser Kooperation werden beide Parteien maßgeschneiderte Chips für Endkunden entwickeln, um die KI-Rechenleistung von Cloud-Rechenzentren weiter auf Endgeräte wie Smartphones auszuweiten.
Angetrieben von diesen Nachrichten stieg Arm im vorbörslichen US-Handel um etwa 2,5 %.

Quelle: TradingView
Arm genehmigte Ende August die für das Projekt erforderlichen einmaligen Entwicklungskosten (Non-Recurring Engineering, NRE) und leitete entsprechende F&E-Arbeiten mit Samsung Electronics ein. Im Rahmen des aktuellen Kooperationsmodells ist Arm in erster Linie für die Bereitstellung zentraler Designtechnologien wie KI-Beschleunigerarchitektur und RTL verantwortlich und beteiligt sich basierend auf den Anforderungen der Endkunden an der Projektausführung; Samsung Electronics ist für die Integration des Chipdesigns, die Fertigung und die anschließende Kommerzialisierung verantwortlich.
Konkret wird der Geschäftsbereich System LSI von Samsung Electronics das SoC-Design auf Basis der von Arm bereitgestellten KI-Architektur durchführen, während der Foundry-Bereich voraussichtlich fortschrittliche Fertigungsknoten für die anschließende Produktion nutzen wird. Dabei ist der Hochlauf der Serienproduktion im 2-nm-Verfahren geplant. Die fertigen maßgeschneiderten Chips werden direkt an die Endkunden geliefert.
Anders als bei traditionellen Chip-Liefermodellen konzentriert sich Arm bei dieser Zusammenarbeit stärker auf die Bereitstellung von Technologie sowie die gemeinsame Entwicklung und übernimmt nicht direkt den Vertrieb der Chips. Samsung hingegen deckt die wesentlichen Phasen von Design und Fertigung bis hin zur Auslieferung ab. Dieses Kooperationsmodell ermöglicht die Anpassung von Chipleistung, Energieverbrauch und KI-Rechenkapazitäten an die tatsächlichen Bedürfnisse verschiedener Kunden.
Das Kernziel dieser Zusammenarbeit ist die Entwicklung von On-Device-KI-Rechenkapazitäten. Im Gegensatz zur Ausführung von KI-Aufgaben auf Cloud-Servern ermöglicht On-Device-KI die direkte lokale Berechnung auf Geräten wie Smartphones und PCs, was zur Verringerung von Datenübertragungslatenzen und einer geringeren Abhängigkeit von Cloud-Infrastrukturen beiträgt. Da generative KI und KI-Anwendungen zunehmend in Endgeräte Einzug halten, wird die Nachfrage nach lokaler Rechenleistung zu einem neuen Wachstumstreiber für die Halbleiterindustrie.