TradingKey — Am 26. August (US-Ostküstenzeit) erzielte Meta eine vorläufige Vergleichsvereinbarung mit den Generalstaatsanwälten mehrerer US-Bundesstaaten zur Beilegung von Bundesklagen. Darin wird dem Konzern vorgeworfen, Facebook und Instagram vorsätzlich so konzipiert zu haben, dass sie bei Minderjährigen Suchtverhalten auslösen, die Öffentlichkeit über die Plattformsicherheit getäuscht und Daten von Kindern unsachgemäß erhoben zu haben.
Unter dem Eindruck dieser Nachrichten stieg die Aktie von Meta Platforms im frühen Handel um mehr als 4 %, geriet dann jedoch unter Druck. Bei Redaktionsschluss verringerte sich das Plus auf 0,27 % bei einem Kurs von 571,57 US-Dollar.

Meta-Aktienchart, Quelle: TradingView
Aus am Mittwoch veröffentlichten Gerichtsunterlagen geht hervor, dass Meta sich bereit erklärt hat, bis zu 16,68 Milliarden US-Dollar zu zahlen und die Plattformregeln für jugendliche Nutzer landesweit anzupassen. Dazu gehören die Festlegung täglicher Zeitlimits und Einschränkungen für die Nutzung in der Nacht, die Verschärfung der Altersverifizierung, die Bereitstellung weiterer Kontrollwerkzeuge für Eltern und Erziehungsberechtigte sowie das Verbot für Jugendliche, bestimmte Sicherheitseinstellungen ohne Zustimmung der Eltern zu deaktivieren. Die Vereinbarung umfasst zudem Maßnahmen wie die Einschränkung von Push-Benachrichtigungen während der Schulstunden an Wochentagen und eine verbesserte Kontrolle schädlicher Inhalte.
Der Generalstaatsanwalt von Kalifornien, Rob Bonta, erklärte, dass der Vergleich von einer parteiübergreifenden Koalition aus 52 Generalstaatsanwälten aus US-Bundesstaaten, Außengebieten und dem District of Columbia vorangetrieben wurde. Nach Angaben der kalifornischen Behörden könnte Kalifornien im Falle einer gerichtlichen Genehmigung der Vereinbarung rund 1,5 bis 2,1 Milliarden US-Dollar erhalten.
Bezüglich der Summe wird in den Gerichtsunterlagen von „bis zu 16,68 Milliarden US-Dollar“ gesprochen, während Meta erklärte, die Vereinbarung umfasse Zahlungsvereinbarungen über rund 18 Milliarden US-Dollar, die in den nächsten zehn Jahren für staatlich festgelegte Projekte zur Online-Sicherheit von Jugendlichen ausgezahlt werden sollen. Davon erhalten die teilnehmenden Bundesstaaten über zehn Jahre hinweg rund 12,7 Milliarden US-Dollar, während die verbleibenden etwa 5,3 Milliarden US-Dollar daran gebunden sind, ob YouTube und TikTok ähnliche Jugendschutzmaßnahmen und entsprechende Zahlungsvereinbarungen umsetzen. Meta rechnet damit, im dritten Quartal 2026 eine Belastung aus Rechtsstreitigkeiten von rund 10 Milliarden US-Dollar zu verbuchen.