USD/CAD steigt am Mittwoch um 0,30% und notiert zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts bei etwa 1,3880. Das Paar bleibt durch erneute Handelskonflikte zwischen den Vereinigten Staaten (US) und Kanada gestützt, die den Kanadischen Dollar (CAD) belasten, während die jüngsten US-Inflationsdaten dem US-Dollar (USD) etwas Unterstützung bieten. Steigende Ölpreise geben dem rohstoffgebundenen Loonie jedoch Rückenwind und könnten weitere Gewinne des Paares begrenzen.
In den USA liegt die Inflation, gemessen am Preisindex für die persönlichen Konsumausgaben (PCE), im Juli bei 3,7% im Jahresvergleich und damit unverändert gegenüber dem Vormonat, aber über den von den Märkten erwarteten 3,6%. Der Kern-PCE-Preisindex, der die volatilen Komponenten Nahrungsmittel und Energie ausschließt, bleibt im Jahresvergleich bei 3,3% und entspricht damit dem Marktkonsens. Auf Monatsbasis steigen sowohl der Gesamt- als auch der Kernindex um 0,2%.
Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf das Jackson-Hole-Symposium, wo Fed-Chef Kevin Warsh weitere Hinweise auf den geldpolitischen Ausblick geben könnte. Die Märkte werden nach Anhaltspunkten dafür suchen, wie sich eine anhaltende Inflation auf die geldpolitischen Pläne der US-Notenbank auswirken könnte.
Auf kanadischer Seite bleibt der Loonie zwischen gegensätzlichen Kräften gefangen. Die Handelskonflikte zwischen Washington und Ottawa setzen die kanadische Währung unter Druck, doch höhere Ölpreise bieten etwas Unterstützung. Öl steigt am Mittwoch um 0,60% auf etwa 81,20 USD zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Berichts. Da Kanada ein wichtiger Ölexporteur in die USA ist, bieten höhere Energiepreise in der Regel einen unterstützenden Hintergrund für den Kanadischen Dollar.
Die Handelskonflikte bleiben ein wesentlicher Gegenwind. Der kanadische Finanzminister Francois-Philippe Champagne kündigte Vergeltungszölle von bis zu 50% auf eine Reihe von US-Produkten an, nachdem die Verhandlungen keine Handelsvereinbarung hervorgebracht hatten. US-Präsident Donald Trump reagierte mit der Drohung einer weiteren Zollrunde gegen kanadische Autos, Lastwagen, Autoteile und Stahl.
Vor diesem Hintergrund behält USD/CAD eine positive Tendenz um 1,3880 bei. Die Handelsspannungen zwischen den USA und Kanada sowie die hartnäckige US-Inflation stützen das Paar, während der Anstieg der Ölpreise dem kanadischen Dollar etwas Luft verschafft und den Anstieg des Paares bremsen könnte.
Auf dem Ein-Stunden-Chart notiert USD/CAD bei 1,3886 und behält damit einen bullischen kurzfristigen Ton bei, da es sowohl über dem 100-Perioden Simple Moving Average (SMA) bei 1,3817 als auch über dem 200-Perioden-SMA bei 1,3838 bleibt. Das Paar handelt zudem oberhalb der gebrochenen ehemaligen abwärts gerichteten Widerstandstrendlinie und der steigenden Unterstützungstrendlinie bei 1,3865, was die konstruktive Struktur untermauert. Der Relative Strength Index (RSI) bei 72 deutet jedoch auf überkaufte Bedingungen hin und lässt vermuten, dass das Aufwärtsmomentum vor einem neuen Anstieg anfällig für eine Konsolidierung oder einen flachen Pullback sein könnte.
Auf der Oberseite liegt der erste Widerstand an der horizontalen Barriere um 1,3910, wobei ein klarer Ausbruch den Weg für eine Fortsetzung des Aufwärtstrends öffnen würde. Auf der Unterseite liegt die unmittelbare Unterstützung an der Aufwärtstrendlinie bei 1,3865, gefolgt vom 200-Perioden-SMA bei 1,3838 und dem 100-Perioden-SMA bei 1,3817, während die frühere Trendlinie um 1,3805 eine zusätzliche strukturelle Untergrenze bietet, falls sich der Korrekturdruck verstärkt.
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